Loading...

Volker Pispers über den Kapitalismus

33,148 views

Loading...

Loading...

Loading...

Rating is available when the video has been rented.
This feature is not available right now. Please try again later.
Published on Dec 6, 2010

Ausschnitt aus der Video-DVD "... bis neulich - 2010" vom Kabarettisten Volker Pispers zum Thema Kapitalismus. Zitat: "Auf dem Grabstein des Kapitalismus wird später stehen: Zu viel war nicht genug."

Volker Pispers' Internetpräsenz: http://www.volkerpispers.de

"[...] Der Kapitalismus ist ja unsere neue Religion. Im Grunde unsere Ersatzreligion: Wir haben den Glauben an alles verloren, wir glauben aber noch an die freie Marktwirtschaft. Und weil die freie Marktwirtschaft oder der Kapitalismus eine Religion ist inzwischen, dürfen Sie auch nichts mehr dagegen sagen. Wenn Sie da etwas gegen sagen, ist das ja wie Gotteslästerung, da sind Sie sofort ein Ketzer und ein Spinner. Und unsere Götter, die wir anbeten im Kapitalismus, sind Wachstum und Produktivität. [...] Beschäftigung gibt es nur durch Wachstum. Es muss immer mehr werden, immer mehr, und das macht die Menschen glücklich und zufrieden. Wir haben seit 25 Jahren eine Situation, dass wir in diesem Land mehr Dinge herstellen als wir verbrauchen können. Wir schmeißen ein Drittel aller Lebensmittel weg, die wir herstellen; wir schmeißen ein Drittel aller Medikamente weg, die hergestellt und verschrieben werden, und es ist von allem zu viel da. Es gibt auch zu viel Geld, das ist ja das Verrückte an der Wirtschaftssituation. [...] Auf dem Grabstein des Kapitalismus wird später stehen: 'Zu viel war nicht genug'. [...] Die Lüge des Kapitalismus besteht darin, den Menschen vorzugaukeln, dass alle einen gewissen Lebensstandard erreichen können, wenn sie nur fleißig genug sind. Und zwar alle den Standard unserer Mittelschicht. Das ist eine Lüge, und davon müssen wir uns endgültig verabschieden. Sie sehen doch in diesem Land, dass das nicht geht. Sie können so fleißig sein wie sie wollen: in bestimmten Berufen hilft ihnen das nichts. [...] Und wer sagt, wir brauchen einen Niedriglohnsektor, um die Wirtschaft am Laufen zu halten, der sagt doch nichts anderes, als dass der Lebensstandard dieser Mittelschicht [...] nur aufrechtzuerhalten ist, wenn ein Drittel der Bevölkerung hier für Kost und Logis arbeitet. Ob hinter der Mauer oder in der Nachbarschaft. Wir brauchen diese modernen Sklaven. [...]"

  • Category

  • License

    • Standard YouTube License

Loading...

When autoplay is enabled, a suggested video will automatically play next.

Up next


to add this to Watch Later

Add to

Loading playlists...