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INSELWACHSTUM - Eberhard Bosslet - TU Chemnitz

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Published on Jan 9, 2011

Eberhard Bosslets seit 2001 entstandene biometrische Skulpturen "Hockerarchipel", „Inselwachstum", und „stump stools" sind eine Skulpturengruppe aus Glasfaserkunststoff auf der Basis bekannter organischer Formen. Die Skulpturengruppe "Inselwachstum" entstand für das Institut für Physik der TU Chemnitz

Inselwachstum, Topografie und Terrassen

sind Begriffe, die in der Physik als Fachtermini Anwendung finden, beispielsweise in der Oberflächenphysik bei Metall- oder Halbleiteroberflächen und dem Wachstum dünner Schichten, bei „Thin Films" und in der „ Scanning Tunnelling Microscopie".

Inselwachstum, Topografie und Terrassen sind auch in anderen Zusammenhängen gebräuchliche Begriffe und werden allgemein verstanden.

In der Skulpturengruppe „Inselwachstum" werden diese Begriffe mittels bildnerischen Mitteln emotionalisiert und zur Anschauung gebracht.
Jenseits wissenschaftlicher Exaktheit bilden diese Begriffe ein Feld der Assoziation zwischen Technik und Natur.

In Form, Farbe und Größe unterschiedlich, entwickelt sich das skulpturale Ensemble in dichter Formation innerhalb einer Außenanlage oder einer großzügigen Eingangshalle.
Aus der Fläche erheben sich die vielgestaltigen Inselformen in den Farben weiß, gelb, orange, rot, blau und grün, gleich einem Inselwachstum auf dem Substrat der Bodenfläche.

Die Objekte werden aus glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK) gefertigt und sind auf der Oberfläche mit einer intensivfarbigen, robusten und wetterbeständigen Polyurethanbeschichtung versehen. Die in sich homogenen Oberflächentexturen der einzelnen Inseln sind verschieden und ergeben ein haptisch und visuell erfahrbares Spektrum unterschiedlicher Qualitäten.

Die Objekte können bestiegen und besessen werden und sind manuell oder mit einem Hochdruckreiniger abwaschbar. Eine Befestigung mit dem Boden ist nur im öffentlichen Raum erforderlich.


Von 1975 bis 1982 studierte Eberhard Bosslet Malerei an der Hochschule der Künste Berlin bei Raimund Girke. Ende der 70er Jahre wendete er sich hin zu Installationen und Skulpturen. Seit Anfang der 80er Jahre aktualisierte er mit seinen Eingriffen in den architektonischen Innen- und Außenraum den Begriff der Intervention. 1981 ist er Mitbegründer des Projektraumes/Galerie MOPEDS, sowie der Künstlergruppe MATERIAL & WIRKUNG e.V., beides in Berlin. 1997 wurde er zum Professor für Skulptur und Raumkonzepte an der Hochschule für Bildende Künste Dresden berufen. Seit 2000 lebt und arbeitet er in Dresden. Bosslet verwendet in seinen Arbeiten ausschließlich Produkte und Technologien aus der industriellen und gewerblichen Wirklichkeit. Sie sind immer wesentlicher, sichtbarer und ästhetischer Bestandteil seiner Werke. Bosslet arbeitet mit unedlen, gewöhnlichen Werkstoffen, die in seinen Objekten zu ungewöhnlichen Konstellationen zusammengebracht werden.

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