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Prof. Hans A. Wüthrich im Gespräch mit Michael Märzheuser beim Hilton Talk

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Published on Aug 22, 2014

12.09.2012 Hilton Talk Berlin: Zwischen Veränderungswut und Angststarre: Wie viel Wandel muss sein?

"Wir haben herzlich wenig im Griff!": Gespräch mit Prof. Dr. oec. Hans A. Wüthrich, Inhaber des Lehrstuhls für internationales Management an der Universität der Bundeswehr München, Managementforscher und Buchautor

Um notwendige Veränderungen anzustoßen, bedarf es der Fähigkeit unreflektierte Muster aufzubrechen. Denn Muster limitieren nach Ansicht von Prof. Dr. Hans Wüthrich unsere Denkräume und schaffen Sachzwänge. „Wir müssen Neues zulassen, um Neues zu sehen“, erklärt der Wirtschaftswissenschaftler. Wüthrich fordert Führungskräfte auf, die Logik des „Mehr-desselben“ zu verlassen und das eigene Handeln häufiger und tiefgreifender zu hinterfragen. So kritisiert der Träger des Heinz von Foerster-Preises für Organisationskybernetik, dass sich die Konstruktionsprinzipien heutiger Unternehmen einseitig am Primat der Effizienz orientieren und unsere Organisationen immer selbstähnlicher werden. Dabei sei gerade die Vielfalt erfolgsentscheidend. Wüthrich, zweifelsohne den Querdenkern unter den Managementforschern zuzuordnen, fordert von Unternehmen mehr Mut zu gezielten Führungsexperimenten und die Bereitschaft, den Mitarbeitenden ein hohes Maß an Autonomie zuzugestehen. Im Bayerischen Rundfunk sprach sich der Professor denn auch für ein radikales Umdenken in den Chefetagen aus: „Die höchste Stufe von Leadership erreichen Führungskräfte, wenn sie sich obsolet und nicht unersetzlich machen.“

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