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  • Wintermove 2019 - Ein Denkmal für die Obdachlosen

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    Video zur Demo für die Obdachlosen vom 9.2.2019
    Schnitt & Bericht: Max Bryan http://www.hamburger-obdach...
    Mit Ausschnitten der Rede von Zaklin Nastic (MdB), Klaus Wicher (SoVD), Cansu Özdemir (Linksfraktion in der Bürgerschaft), Anderas Grutzeck (CDU) und Vielen mehr ...

    Wir danken allen Helfern, Teilnehmern und Gästen vom Wintermove 2019.

    http://www.aktionsbuendnis-......

    +++ Hintergrund +++

    Dieser Tage endet das städtische Winternotprogramm und auch in diesem Jahr mussten die Obdachlosen jeden Morgen vor die Tür. Ob es stürmte oder schneit - die Leute mussten raus. Selbst Menschen im Rollstuhl oder mit Rollator müssen den Tag woanders verbringen und sich eine Bleibe für die Stunden zwischen 9 und 17 Uhr suchen. Erst am Abend konnten sie zurück in die städtische Unterkünfte. Aus diesem Grunde gingen Helfer und Verbände erstmals am 9.2. diesen Jahres auf die Straße und demonstrierten für die ganztägige Öffnung des Winternotprogramms. Hier die Bilder vom Tag der Demo (Rede Zaklin Nastic und Schlusskundgebung vor dem Saturn)

    www.hamburger-obdachlose.de

    "400 Menschen protestieren für ganztägiges Winternotprogramm, bessere Versorgung und Wohnraum"

    Hamburg. Etwa 400 Menschen haben am Samstag in Hamburg gegen Obdachlosigkeit demonstriert. »Wintermove - Hamburg gegen die Kälte« lautete das Motto der Demo, zu der das »Aktionsbündnis Hamburger Obdachlose« aufgerufen hatte. Zentrale Anliegen waren die sofortige Öffnung des Winternotprogramms auch tagsüber, eine generell bessere Versorgung der Obdachlosen seitens der Stadt und die Schaffung von Wohnraum speziell für Obdachlose.

    »Wohnen muss ein Grundrecht sein, und dieses Recht gehört ins Grundgesetz«, sagte Max Bryan, Initiator des Aktionsbündnisses. Es sei ein Skandal, dass der Hamburger Senat keine entscheidenden Schritte gegen die Obdachlosigkeit unternehme. Zum Grundrecht auf Leben gehöre auch der Schutz elementarer Bedürfnisse.
    Hinz&Kunzt

    Auf den Transparenten der Demo standen Parolen wie »Dach statt Zelt«, »Den Tag überstehen« oder: »Selig sind die Armen? Reiches Hamburg - wie armselig bist du?« Auch der neue Kältebus der katholischen Sozialinitiative »Alimaus« war auf dem Protestzug dabei.

    Unterstützt wurde die Protestaktion vom Diakonischen Werk Hamburg. Die Zahl obdachloser Menschen habe sich in der Stadt in den vergangenen Jahren nahezu verdoppelt, auf nun 1.910 Personen, sagte Dirk Hauer, Wohnungslosen-Experte der Diakonie. »Auf dieses Alarmzeichen muss der Senat sofort und entschlossen reagieren«, forderte er.

    Quelle: Hamburger Abendblatt + Neues Deutschland vom 11.2.

    https://www.neues-deutschla......

    + Bilanz in Zahlen +

    5 Tote Obdachlose im Zeitraum 28.10.2018 bis 30.1.2019 und die Stadt tut immer noch zu wenig. Über den Antrag der Bezirksversammlung Altona vom 31.1.2019 (zur ganztägigen Öffnung des Winternotprogramms) wurde wochenlang nicht entschieden. Auf Nachfrage bei der BASFI Mitte März teilte der Büroleiter Oliver Klessmann mit, er habe nicht mal Kenntnis, dass dieses Thema in den letzten Wochen überhaupt verhandelt wurde. Wie wichtig ist so ein Antrag aus der Bezirksversammlung für die Sozialbehörde?

    + 6 Wochen Wartezeit +

    Am 31. Januar stellte die Bezirksversammlung Altona einen Antrag zur ganztägigen Öffnung des Winternotprogramms. Abgeordnete sämtlicher Fraktionen - inklusive SPD - stimmten dafür.

    Aus dem Text:

    "Die Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration (BASFI) wird gemäß § 27 BezVG aufgefordert, das Winternotprogramm dahingehend zu erweitern, dass die bestehenden Unterkünfte auch tagsüber geöffnet werden.

    Die regelmäßig vorgebrachten Gegenargumente stehen in keinem Verhältnis zu den Gefahren für obdachlose Menschen, die die Tage im Freien verbringen müssen bzw. teilweise weite Wege zur nächsten Tagesaufenthaltsstätte in Kauf nehmen müssen."

    Binnen 6 Wochen nach Antragstellung ist die Sozialbehörde angehalten über den Antrag zu entscheiden.

    Die Frist wurde voll ausgeschöpft.

    Bis einschließlich 23.3.2019 lag keine Entscheidung der Sozialbehörde vor.
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    (Update 3.4.) Seit dieser Woche müssen die Obdachlosen wieder draußen schlafen! Die Stadt will das so. Das Winternotprogramm ist beendet! Hunderte Obdachlose stehen wieder auf der Straße.

    Das Aktionsbündnis Hamburger Obdachlose fordert die Stadt auf, Räume zur ganzjährigen Unterbringung von Menschen zu schaffen, die auf der Straße leben.

    Obdachlosigkeit ist nicht nur ein Problem im Winter. Auch in den übrigen Monaten des Jahres sind die Obdachlosen den Gewalten der Straße schutzlos ausgeliefert. Überfälle, Brandanschläge, immer wieder kommt es zu Übergriffen und es braucht auch ganzjährig SCHUTZRÄUME für die Obdachlosen.

    Zusammenfassung hier:
    https://www.facebook.com/no......

    und hier:

    http://www.maxbryan.de Show less
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