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baalina liedjut = berliner liedgut = berlin-songs (neudeutsch) - neuere und ältere, klassische und echt coole, wa!

(Vorweg: leider wird mein Text auf [manchen?] 'Smart'-Phones nur begrenzt dargestellt... Also am PC weiterlesen...! Sorry!)

O.K., 's is natürlich meine ganz persönliche Auswahl: Songs, Lieder, Musik, die für mich Berlin sind, durch Geschichte und Gegenwart (Jenetisch bin ick hier vawurzelt [hofkoch.de] und seit '82 leb ick hier Sinn und Unsinn mit, mal lachend, mal weinend, und oft jerührt...). Und es is wirklich ein totaler Mix von Zeiten und Stilen - wie Berlin eben, krass gelegentlich... (da könn' nu einfach nich alle Überjänge passn); fängt deshalb auch mit einer 'theoretischen' Einführung über 'Baalina Schnauze' an (die müssta übaschtehn!); die Beweise folgen dann... Und dazwischen gibt's sogar paar O-Töne von historischen Reden, Berlin-Sounds, die bestimmt für alle Berliner auch 'Berliner Musik' sind...

Andere machen andere Compilations, und 1000 Songs gibt's, die einen auf Berlin machen, äußerlich profimäßig daher kommen, aber innerlich gehypter Tinnef sind... ("Schein" vs. "Sein"...) Jedenfalls für mein Jefühl, wa. (Die hab ich ick ooch in 'ner playlist zusammjeschmissn: "baalina liedjut null zwei - the hypes und die weniger jutn - in my opinion..." - jedenfalls die, die dann doch irgendwo hörenswert sind...)

Außerdem gibt es Typen, die mit ihren unterirdischen Aggro-Raps protz-reich geworden sind; die boykottiere ich, auch wenn sie vielleicht sogar dazu gehören...

Nicht unterschlagen habe ich - nach einigem Zögern - denn das Ganze soll ja auch eine Zeitreise sein (beginnt in der Gegenwart, springt dann zurück und arbeitet sich vor...) - nicht unterschlagen habe ich also Lieder aus der Zeit, die da klafft zwischen den liedreichen Zwanzigern und der ebenfalls wieder sangesfreudigen, um Stimmung bemühten Berliner Nachkriegs- und Mauerzeit... Gibt's denn irgendwelche schönen, berlin-typischen 'Schlager' oder 'Lieder' aus dieser Zeit??? Was hat man gehört in Berlin? Natürlich, was alle hören mussten... Davon gebe ich die beiden prominentesten Nazi-Lieder wieder - hmmm, hatte ich wiedergegeben... Beide Lieder sind in Deutschland verboten und werden daher auch auf youtube, nunmehr konsequent, zensiert... (Ob Gedächtnislöschung der richtige Umgang mit einer fatalen Vergangenheit ist?) Dann Beispiele für Gute-Laune-Stimmungsmache - Zarah Leander als prominestes Gesicht -, und Lieder, aus denen man die Kriegsfolgen heraushört (zum Teil mit intelligent kommentierenden Bildern), sowie dessen düstersten musikalischen Schatten: Lili Marleen... Man beachte den subtilen, aber wesentlichen Unterschied zwischen der Version von Lale Andersen - systemtreu, finster totenkultisch und dennoch nicht mehr heroisch schmetternd - (und die zwielichtigen Bilder dazu), und der schlicht und nur noch trauernden von Marlene Dietrich, die das Lied auf amerikanischer Seite uminterpretierte... Später singt sie dann vom vorhersehbaren Resultat der Nazi-Zeit, den "Ruinen Berlins"...

Ferner müsste wohl ebenso der ein oder Rock- oder Punk-Song mehr dabei sein, der Objektivität halber, aber ich mag nun mal keinen Rock (allermeistens). Sorry! (Bin Klassik- und Techno-Fan, na ja, und 'Klassik-Pop'...)

Und klar ist mein Textchen unten auch mein Berlin-Bild; aber ich verspreche: ihr werdet vieles in der Musik wiedererkennen...!

PS: Leider, leider gibt's mit P.R. Kantates "Görli Görli - Parkversion" auf YouTube Probleme... Z.Z. is dieser Song - einer der besten Berlin-Songs überhaupt! - wieder mal 'oben'; hab ihn also wieder reingestellt...; aber wundert euch nich, wenna wieda weg is...
Wenn ihr Vorschläge habt zur Verlängerung der Liste habt, bitte schreiben!!! Via BerlinerTourGuide.de ('unendlich' viel mehr findet man auf https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Liedern_%C3%BCber...)



***

Berlin und die Berliner


Prosaisch, pathetisch, humorig und sentimental,
melancholisch und weichkernig,
hartschalig, zäh,
trocken und cool,
lauthals, lakonisch, und verdammt
durchhaltewillig,
zu Zeiten auch
im Stillen
verzweifelt,
nüchtern also
und dann besoffen,
bekifft,
oder sonstwie berauscht,
alternativ auch mal
grenzwertig blödelnd,
anarcho hier,
und fascho da,
unterm Strich
in extremis hingegen
(bis zur Selbstverleugnung)
tolerant,
sprich multikulti,
kurz:
rührend eigentlich,
und doch
bedenklich deutsch,
zuweilen -
so isser, der Baaliner.

Und seine Stadt,
wo er malocht und feiert
(bis die BVG kommt, der Arzt oder das Taxi),
is janz jenau so:
grau, versifft,
grandios und bunt,
mondän und prollig,
chic und piefig,
weit und winklig,
staubig und vernieselt,
nah hingebaut
ans Wasser,
im Sommer ergo
luftig blau,
paar Tage sonnig,
ein Weilchen
herrlich warm,
und ganz genüsslich
grün...!

(Vorausgesetzt natürlich,
es regnet grade
keine Bomben,
und der Berliner
hat panzerfrei,
baut keine Mauern,
folgt nicht den Schießbefehlen,
kämpft nirgendwo auf Barikaden,
läuft nur
für seine Freiheit
und den Frieden,
und lässt die Polizisten
einfach stehn...)

***
(Vorweg: leider wird mein Text auf [manchen?] 'Smart'-Phones nur begrenzt dargestellt... Also am PC weiterlesen...! Sorry!)

O.K., 's is natürlich meine ganz persönliche Auswahl: Songs, Lieder, Musik, die für mich Berlin sind, durch Ge...
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