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Finanzkrise 2008 - Nachdenkliches

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Published on May 4, 2012

Die Finanzkrise, die im März 2008 in den USA begann, kam nicht so überraschend, wie es in der Öffentlichkeit oftmals dargestellt wird. Tatsächlich war sie, wenn schon nicht für die "Normalbürger", zumindest für Politiker und Banker vorhersehbar.

Nach dem Zusammenbruch des Neuen Markts im Jahr 2000 befand sich die US-amerikanische Realwirtschaft am Boden und die Börsenkurse entsprechend im Keller. Um einer befürchteten Deflation entgegenzuwirken und Kredite attraktiv zu machen, senkte die US Notenbank FED die Leitzinsen auf niedrige 1%, was wiederum niedrige Zinsen bei langfristigen Hypotheken bedeutete. Die geringen Zinsen machten darüberhinaus auch Wohnimmobilien attraktiv, was deren Wert kontinuierlich steigerte. Zu dieser Zeit waren die Menschen in den USA von ihren Banken bedrängt worden Kredite aufzunehmen und ihre Immobilen zu belasten.

Während Wohnimmobilien im Wert immer weiter stiegen blieb die Nachfrage an Eigenheimen ungebrochen. Immer häufiger wurden risikobehaftete "Subprime-Kredite" finanziell schwachen Schuldnern gewährt, obwohl eine Rückzahlung kaum realistisch war. Die Banken verliehen sehr viel Geld und erwarteten nicht dieses zurückzuerhalten. Stattdessen wurden diese Forderungen mit anderen zu Paketen zusammengeschnürt und auf dem Wertpapiermarkt gehandelt. Um diesen faulen Krediten Wert zu verleihen wurden zusätzlich Kreditausfallversicherungen kreiert, die dann ihrerseits ebenfalls wieder gehandelt wurden.

Als diese Blase platzte und die Immobilienpreise fielen, konnten millionen US-Bürger ihre Kredite nicht mehr zurückzahlen. Die Banken blieben auf ihren Forderungen sitzen und lösten auf diese Weise die Krise aus.

Der Finanzexperte Dirk Müller gab im November 2009 zu bedenken, dass seitens der US-Regierung nichts getan wurde, um den US-Wohnimmobilienmarkt zu stützen. Stattdessen wären Billionen zur Bankenrettung ausgegeben worden. Die US Notenbank FED sei keine staatliche, sondern eine private Bank. Mit diesem Hintergrundwissen würden sich die getroffenen Entscheidungen seitens der FED sehr viel differenzierter betrachten lassen.

Fazit: Die Machtzentralisierung und Monopolisierung der globalisierten Finanzwirtschaft nimmt also ihren Lauf. Leidtragende sind wie immer die Menschen der betroffenen Bevölkerungen, da durch die Umverteilung der Vermögen deren Lebensqualität sinkt, was gleichzeitig eine weitere Schwächung der Verhandlungsposition von Arbeiterklasse und Mittelschicht zur Folge hat.

Abschließend kann als Fazit die Erkenntnis des Leiters der Abteilung „Intelligence: Strategic Assessment & Analysis" im Europäischen Amt für Betrugsbekämpfung (OLAF), Wolfgang Hetzer, herangezogen werden, der in der Entwicklung der Finanzmärkte, die er in seinem Buch "Finanzmafia -- Wie Banken und Banditen unsere Demokratie gefährden", die Grundwerte des freiheitlichen Rechtsstaats gefährdet sieht.


Aus den YouTube Videos:

Dirk Müller -- Die Finananzkrise ist geplant (rheinmaintv Finanzplatz)

Link: http://www.youtube.com/watch?v=Kxqeem...

Finanzkrise - Der Fall der Giganten (Phoenix)

Link: http://www.youtube.com/watch?v=HhB5rK...

Finanzmafia in Weltbanken und Politik (rbb - THADEUSZ)

Link: http://www.youtube.com/watch?v=YmhoJx...

Infokrieg-Kassel - Tysizgrate - Eritis sicut Deus, scientes bonum et malum

Link: http://infokrieg-kassel.org/author/pe...

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