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Handabduck: "Vision der Liebe" Hildegard von Bingen

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Published on Jun 10, 2013

Das Theaterstück "Vision der Liebe" über Hildegard von Bingen kann
für Aufführungen gebucht werden. Telefon: 06721 - 921060 oder info@inkas-id.de
www.ruedigerheins.de

Bei genauer Betrachtung des Weltgeschehens könnten wir heute sagen:
„No Future" Keine Zukunft für die Menschheit auf dem Planeten Erde!
Hildegard, die Heilige vom Rupertsberg, könnte dieses Zitat im 11. Jahrhundert auch so, oder so ähnlich, abgefasst haben. Damals hätte sie das sicherlich auf Latein oder Althochdeutsch gesagt. Wir wissen es heute nicht. Was wir wissen ist, dass sie in der Zukunft der Menschheit eine Chance gesehen hat. „Da, wo der Mensch Gott aus seinem Alltag verbannt, versteppt die Erde und der Mensch wird zu einem wilden Tier" ist eines ihrer Zitate, das im 21. Jahrhundert vermutlich mehr Gewicht hat als im Mittelalter.
Die Volksheilige lässt uns mit ihren Visionen teilhaben an einer göttlichen Essenz, die nicht jedem Menschen in dieser besonderen Form zuteilwerden kann. Das muss auch nicht sein, denn alle Lebewesen auf dieser Erde sind göttliche Geschöpfe. Die Spiritualität zeigt sich in vielen Formen, Religionen und Praktiken. Gemeint ist aber immer nur das eine:
Liebe, denn die Essenz aller Religionen ist die Liebe!
Die Liebe ist Zukunft und so gesehen ist Zukunft immer. Auch in diesem Augenblick, der in drei Sekunden schon wieder der Vergangenheit angehört, liegt die Zukunft. Zukunft ist dort, wo wir eine haben wollen. Und Zukunft gehört denen, die sie sich nehmen: Zukunft gehört uns allen!
Solange es aber gesellschaftsfähig ist, im „Nichtfunktionieren" zu handeln, wird es uns nicht gelingen, etwas zum „Funktionieren" zu bringen. Bei der Behandlung eines Problems verbringen wir oftmals mehr Zeit mit der Ursache als mit deren Lösung.
Umdenken ist auch im 21. Jahrhundert angesagt: Wer sich in der Not des Nichtfunktionierens wohlfühlt, hat auch keine Zukunft.
Die Lösungen für ein Problem liegen oft näher, als sie vermutet werden; und da, wo wir eine Lösung finden, ist auch eine Zukunft.
Zukunft findet in unseren Köpfen, in unseren Bäuchen, in unseren Herzen, in unseren Genen, den Zellen und was weiß ich, wo statt. Zukunft findet da statt, wo sie gestattet ist.
Zukunft ist eine Vision, eine Leidenschaft, ein Gefühl. Zukunft ist der Wunsch nach etwas Neuem! Die Zukunft der Menschheit liegt in der Liebe und dem liebevollen Umgang miteinander. In der Familie, im Alltag, im Weltgeschehen. Das Einzige, was auf diesem Planeten wirklich globalisierungsfähig ist, ist die Liebe! Und das sind Sie und ich oder du und ...
Meine erste Begegnung mit Hildegard führt mich in meine Kindheit. Jedes Jahr, am 17. September, ihrem Todestag, haben wir eine Wallfahrt nach Eibingen gemacht. Ein goldener Schrein mit den Gebeinen der „heiligen Hildegard" wird an diesem Tag in der Eibinger Pfarrkirche für die Pilger geöffnet. Damals fühlte sich das für mich furchtbar kalt an. Die Reliquien der Heiligen machten mir Angst. Von meinem kindlichen Glauben an die Heilige ist etwas geblieben, das ich mir bis ins Erwachsenenleben retten konnte. Sie war immer bei mir, diese Hildegard, diese Heilige. In den dunkelsten Stunden meines Lebens, aber auch in den glücklichen Momenten spürte ich ihre Nähe zu mir.
Irgendwann machte ich mich auf den Weg, um ein paar Tage im Kloster in Eibingen zu verbringen. Ich wollte ihr nahe sein. Bereits in der ersten Nacht wurde ich aus dem Schlaf gerissen. Meine Füße wurden heiß und meine Augen wurden von einem unglaublichen Licht geblendet. Am nächsten Morgen erzählte ich diese Geschichte Schwester Caecilia Bonn, einer Klosterfrau, die mich viele Jahre spirituell begleitete und mich in die Weisheit der Heiligen vom Rupertsberg eingeführt hat. In meiner Aufregung erzählte ich ihr mein nächtliches Erlebnis und sie antwortete mir lächelnd: „Ach ja, dann warten Sie einmal ab, was da noch kommt!"
Auf meiner spirituellen Suche, die noch nicht beendet ist, folgten viele weitere Erlebnisse mit Hildegard.
Immer wieder beschäftige ich mich mit ihren Schriften und entdecke neue Aspekte ihrer Visionen.
Ich kehre jedes Jahr nach Eibingen zu ihren Gebeinen zurück, aber eine Ahnung von ihrer Weisheit trage ich in meinem Herzen.
Diese wunderbare Frau aus dem Mittelalter, deren Worte noch im 21. Jahrhundert klingen, spricht von der Umweltverschmutzung und der Versteppung der Erde, wenn die Menschen die Liebe zueinander verlieren.
Für mich ist die Essenz all ihrer Visionen die Liebe. Eine Vision, die mich durch die Wirren dieser Zeit trägt.
(Rüdiger Heins)

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