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Anti-Israeldemo Berlin am 17.1.2009

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Published on Jan 18, 2009

Am 17. Januar 2009 zogen rund 6000 Demonstranten vom Berliner Roten Rathaus zum Brandenburger Tor, um gegen den Militäreinsatz der israelischen Armee im Gazastreifen zu protestieren.

Videolink: http://de.youtube.com/watch?v=s2zWIo8...

Im Gegensatz zu den vorangegangenen Aufmärschen waren offizielle Vertreter radikal- und extremistisch-islamischer Organisationen scheinbar nicht vertreten. Zumindest konnten keine getrennten Blöcke der Hizb ut-Tahrir, Milli Görüs oder Hamas ausgemacht werden, wenngleich vereinzelt Symbole dieser Gruppen zu sehen waren.
Stattdessen war der Anteil derer, die sich der Friedensbewegung zugehörig fühlen sowie von linken Parteien und Organisationen höher als in den vergangenen zwei Wochen. Neben einer Abordnung von Parlamentariern der LINKEN im Bundestag - Wolfgang Gehrcke sprach bei der Abschlusskundgebung -, tat sich vor allem die MLPD (Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands) hervor.

Die gesamte Strecke Unter den Linden bis zur Friedrichstraße verlief die Demonstration weitestgehend störungsfrei.
Zahlreiche gedruckte Plakate und Fahnen, auf denen der Tot von unschuldigen Palästinensern mit dem industriellen Massenmord an den europäischen Juden durch die Nazis gleichsetzt wurde (Holocaustvergleich), relativierte nicht nur die Geschichte, sondern auch das Bild dieser Friedensmanifestation. Ebenso fand das Benutzen der neofaschistischen Terminologie "US-rael" auf einem Plakaten offensichtlich kein anderer Demonstrationsteilnehmer kritikwürdig und wirft einen weiteren dunklen Schatten auf diesen Protestmarsch.

Nachdem in Höhe Friedrichstraße am letzten Lautsprecherwagen eine Israelfahne in Brand gesteckt wurde, radikalisierte sich die Situation. Von nun an gab es für rund 200 vor allem jugendliche Demonstranten kein Halt mehr. Im Wechsel skandierte die Menge antisemitische, volksverhetzende, beleidigende und pro-islamistische Parolen. Die Palette reichte vom Israel-delegitimierenden "Tod, Tod, Israel!" bis zum Hamas-verherrlichenden Slogan "Mit unsere Seele, mit unserem Blut, werden wir uns für dich opfern, oh Hamas.".
Vereinzelt kam es auch zu Stein- und Flaschenwürfe gegen eingesetzte Polizisten.

Insgesamt wurden 12 Personen wegen Vermummung, Volksverhetzung und anderer Delikte vorläufig in Gewahrsam genommen. Einer von ihnen hatte sich die Fahne der in Deutschland verbotenen Hizb ut-Tahrir über die Schulter gebunden. Noch in der vergangenen Woche ließ die Berliner Polizei das Treiben dieser islamfaschistischen Organisation zu, die ihre Fahnen schwenkend und unter dem Ruf "Eine Umma, ein Staat, die Lösung ist das Kalifat." für die Errichtung eines weltweiten Gottesstaat demonstrierten.

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