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Sekunden vor dem Unglück - Crash Auf der Landebahn Clip 1

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Published on Aug 5, 2009

Um 16:58 Uhr erhielt die KLM-Maschine vom Tower Los Rodeos die Erlaubnis, die Startbahn 12 bis zum ihrem Ende hinaufzurollen, dort um 180 Grad zu drehen und die Startfreigabe abzuwarten.
Um 17:02 Uhr wies der Tower den amerikanischen Jumbo ebenfalls an, die auf der Rollbahn parkenden Flugzeuge über die Startbahn 12 zu umfahren. Das PanAm-Flugzeug sollte die Startbahn anschließend über die dritte Querbahn (bezeichnet als Charly 3) verlassen und von dort an auf dem freien Teilstück des Taxiways zur Startposition weiterrollen.
Während PanAm 1736 im Nebel langsam die Startbahn hinaufrollte, hatte die niederländische Maschine bereits gewendet und stand auf Startposition. Die Besatzung der KLM erbat Flugverkehrsfreigabe (auch ATC-Freigabe, d. h. noch keine Startfreigabe) und der Tower von Los Rodeos gab der Bitte statt.
Im Cockpit der amerikanischen Boeing 747 war die Besatzung zeitgleich damit beschäftigt, die Einmündung in die dritte Querbahn zu finden, jedoch verpasste die Maschine im dichten Nebel die Ausfahrt und rollte langsam weiter in Richtung der vierten Abzweigung. Im Nachhinein wurde festgestellt, dass es für den Jumbo schwer, wenn nicht sogar unmöglich gewesen wäre, in die recht spitz zur Startbahn verlaufende Querbahn 3 einzubiegen.
Nachdem der KLM-Jumbo um die Startfreigabe bat, kam es auf der Funkfrequenz zu einem Überlagerungseffekt: Während der Tower die Freigabe verweigerte, teilte die PanAm-Maschine ihrerseits mit, dass sie sich noch auf der Startbahn befände. Der KLM-Kapitän meinte jedoch, die Startfreigabe verstanden zu haben, und beschleunigte seine Maschine. Als beide Flugzeuge Sichtkontakt hatten, versuchte die PanAm-Besatzung auszuweichen, indem sie ihre Maschine mit voller Triebwerksleistung scharf nach links von der Startbahn lenkte. Gleichzeitig versuchten die KLM-Piloten ihr Flugzeug hochzuziehen, wobei das Heck der Maschine Bodenberührung bekam und auf einer Strecke von 20 Metern über die Startbahn schliff. Die Manöver scheiterten knapp. Die KLM-747 konnte zwar noch abheben, kollidierte aber mit dem schräg auf der Piste stehenden PanAm-Jumbo. Das Fahrwerk und die Unterseite der niederländischen Maschine durchschlugen die Passagierkabine der PanAm-747 in einem 45-Grad-Winkel oberhalb der rechten Tragfläche und rissen den dahinter liegenden Teil des Passagierdecks fast komplett auf. Das äußere rechte Triebwerk der KLM-747 traf das Oberdeck des PanAm-Jumbos und wurde abgerissen. Zudem trennte die linke Tragfläche des niederländischen Flugzeugs das Leitwerk der PanAm-747 vom Rumpf.
Der an Triebwerken und Tragflächen beschädigte KLM-Jumbo stürzte etwa 150 Meter hinter der amerikanischen Maschine auf die Startbahn. Das Flugzeug rutschte weitere 300 Meter über den Boden, explodierte und brannte vollständig aus. Alle 248 Personen an Bord der holländischen Boeing starben. (Eine Passagierin der KLM überlebte die Katastrophe, da sie nicht den Weiterflug nach Gran Canaria antrat). Im Nachhinein wurde festgestellt, dass die KLM-747 ohne das Gewicht des aufgenommenen Treibstoffes vermutlich über die amerikanische Maschine hinweg geflogen wäre.
Die PanAm-747 rollte nach der Kollision für einen kurzen Moment mit laufenden Triebwerken weiter und brach dann hinter den Tragflächen auseinander. Das aus der beschädigten rechten Tragfläche auslaufende Kerosin verursachte mehrere Explosionen. Nur 70 der 396 Insassen entkamen dem brennenden Flugzeug; 9 von ihnen erlagen später im Krankenhaus ihren schweren Verletzungen. Die Piloten konnten sich aus dem Oberdeck retten und überlebten das Unglück leicht verletzt.[1][2]
Die Feuerwehr konzentrierte sich zunächst nur darauf, die Wrackteile der KLM-Maschine zu löschen. Die PanAm-747 war im dichten Nebel nicht bemerkt worden, da sie sich weiter hinten auf der Startbahn befand. Auch der Tower wusste nicht, dass die Maschine mit einer anderen kollidiert war. So wurde das PanAm-Flugzeug und die Überlebenden erst später gefunden.

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