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Taisten (Südtirol) Handläuten aus dem Pfarrturm von St. Ingenuin & Albuin 1

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Published on Jul 8, 2010

Es läutet die cis'-Glocke aus dem Pfarrturm zu Taisten im Südtiroler Pustertal.

Stimmung: cis' (e') (fis') (gis') (h') (cis")

Die gegenwärtigen sechs Turmglocken wurden am 14. August 1952 von der Glockengießerei Luigi Cavadini e Figlio zu Verona gegossen und am 5. Oktober 1952 durch den Diözesanbischof von Brixen Joseph Gargitter in Taisten geweiht. Das frühere, von der Firma Luigi Colbacchini e Figli gegossene und durch den Brixner Fürstbischof Johannes Raffl am 15. Juni 1924 in Taisten geweihte Geläute war beim Brand vom 9. Juli 1941 geschmolzen. Weil beim Brand von 1941 auch das Mauerwerk des Turms sehr in Mitleidenschaft geraten war, musste der Turm "geschleudert" werden und erhielt innen einen Betongürtel, um den neuen, von Georg Schwingshackl errichteten Glockenstuhl einen festen Halt zu geben. Der frühere, von Josef Lungkofler aus Niederrasen im Jahre 1872 errichtete Glockenstuhl, der jenen aus dem Jahre 1795 ablöste, war beim Brand Jahres 1941 mit den Glocken zugrunde gegangen.

Taisten in Südtirol mit rund 1300 Einwohnern liegt auf der Sonnenseite des Pustertales und ist die Heimat des bekannten Malers Simon von Taisten. Die Pfarrkirche des Ortes vereinigt veschiedene Kunstrichtungen in sich. An ein ursprünglich romanisches Gotteshaus wurden ein gotischer Turm und die Erasmuskapelle, Grabstätte der Grafen von Welsberg angebaut. 1770 entstand das Querschiff mit Kuppelwölbung. Die Innenausstattung zeigt sich in verspieltem Barock und Rokoko. Bemerkenswert sind die Fresken des Barockmalers Anton Zeiller sowie die Abbildung der Madonna im Gewölbe der gotisch erhalten gebliebenen Erasmuskapelle von Michael Pacher.

Ganz herzlich bedanken möchte ich mich beim Turmwärter, der mir die Aufnahme im Turm ohne mit der Wimper zu zucken gestattete. Hier in Taisten wurden bis zum 15. Mai 2010 die drei großen Glocken noch regelmäßig von Hand geläutet. Dieses Video war die letzte Möglichkeit, diesen ehrenwerten Läutern über die Schulter blicken zu können. Der nette Turmwärter bemühte sich gar noch, das wenigstens fünf der sechs Glocken für unsere Aufnahme läutbar gemacht werden konnten. In den kommenden Monaten wird der Turm saniert und mit einer elektrischen Läutanlage ausgestattet. Auch eine Gegenpendelanlage wird installiert. Das Handläuten wird nicht mehr eingeführt! Hiermit geht eine uralte Tradition, die des Handläutens in Taisten verloren!

Teil 2 folgt...

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