Loading...

Eine Tour durch das liebliche Taubertal

9,406 views

Loading...

Loading...

Transcript

The interactive transcript could not be loaded.

Loading...

Loading...

Rating is available when the video has been rented.
This feature is not available right now. Please try again later.
Published on Dec 3, 2009

Das Taubertal, südwestlich von Würzburg, gehört zu den ältesten Reisezielen in Deutschland. Die herrlich unberührte Natur links und rechts des kleinen Flüsschens, vor allem aber der Frankenwein und die mittelalterlich anmutenden Städtchen ziehen Urlauber aus nah und fern in ihren Bann. Vom romantischen Fachwerkstädtchen Freudenberg am Main machen wir uns auf den Weg. Die Astoria fährt regelmäßig diese Strecke flussaufwärts bis nach Wertheim und zurück. Vorbei am bayrischen Spessart geht es in knapp zwei Stunden gemächlich bis zur Taubermündung. Am linken Flussufer der Freistaat Bayern und rechts von uns das badische Frankenland in Baden-Württemberg. Schließlich erreichen wir Wertheim, das Tor zum lieblichen Taubertal. Die verwinkelte Altstadt verzaubert mit anmutigen Fachwerkbauten aus dem Mittelalter und historischen Gebäuden aus rotem Buntsandstein. Über allen trohnt die Wertheimer Burgruine, immerhin die zweitgrößte in Süddeutschland. Der Aufstieg dorthin lohnt sich schon wegen des fantastischen Ausblicks auf die Stadt.

Nur wenige Autominuten tauberaufwärts steht das Zisterzienser Kloster Bronnbach. Seit dem 12. Jahrhunderts lebten die Mönche hier völlig unabhängig, das fruchtbare Tal der Tauber sicherte ihnen einträgliche Ernten. Heute ist das Kloster ein Museum und Veranstaltungsort. Unter sachkundiger Führung kann die Anlage besichtigt werden. In jedem Fall bedeuten die regelmäßigen Konzertveranstaltungen in der barocken Klosterkirche einen wahren Ohrenschmaus.

Keine andere Stadt in Franken ist so reich an Quellen und Brunnen wie Külsheim. Die besonderen geologischen Bedingungen haben das Städtchen so reich an Quellwasser gemacht, dass mehr als ein Dutzend historischer Brunnen das Stadtbild beleben. Darüber informiert ein geologisch naturkundlicher Wanderweg.

Dort, wo sich das Taubertal schließlich weitet, liegt die Gemeinde Lauda-Königshofen, ein kleines ehemaliges Eisenbahnerstädtchen, das lange vom Weinbau und Weinhandel gelebt hat. Der Wein spielt rund um Lauda-Königshofen, wie im ganzen Taubertal, eine wichtige Rolle.

Nächste größere Stadt im Taubertal ist Bad Mergentheim. Seit Jahrzehnten das bedeutenste Kurbad in Baden-Württemberg. Kleinere Gemeinden wie Markelsheim südöstlich von Bad Mergentheim, produzieren nicht nur Qualitätsweine, man kann sie in den zahlreichen Gastronomiebetrieben vor Ort verkosten und sogar auf einem Lehrpfad in den Weinbergen anschaulich kennen lernen. Nicht nur zur Zeit des Rebschnitts sind die Weinbauern bei ihren Rebstöcken. Wein braucht viel Pflege, damit ein guter Tropfen dabei herauskommt. Auch Sagen bedürfen der Pflege, besonders skurril ist die vom „halben Mann in Niederstetten, dem asylsuchenden Totschläger, der an der Stadtgrenze ein jähes Ende fand und hier einst zur Symbolfigur wurde. Freiheit für Verfolgte symbolisierte Niederstettens St. Jakobuskirche mit ihrem separaten Glockenturm damals aber tatsächlich. Heute ist der Ort ein Anziehungspunkt für alle, die Freiheit vom Alltagsstress suchen und in ausgedehnten Radtouren das Taubertal erkunden wollen.

Weiter geht es nach Weikersheim, mit dem großen einladenden Marktplatz und seiner intakten Altstadt ist der Ort ein echter Touristenmagnet. Auch hier finden sich im Stadtbild immer wieder Fachwerkhäuser, die für das Taubertal typisch sind. Sehenswert ist das Weikersheimer Renaissance-Schloß mit seiner großzügigen Gartenanlage. Der historische Komplex beherbergt einen Teil des württembergischen Landesmuseums.

Auf dem Weg nach Rothenburg befindet sich ebenfalls ein Gebäude von historischer Bedeutung: das Toppler-Schlößchen, Sommersitz jenes legendären Bürgermeisters, der die Stadt Ende des 14. Jahrhunderts reich machte und ihr zu hohem Ansehen verhalf.
Das mittelalterliche Rothenburg ob der Tauber gilt als Sinnbild deutscher Romantik und zieht daher seit eh und je internationale Besucher an. Die Stadt dürfte der bekannteste Ort des Taubertals sein und war daher lange Zeit das Zugpferd in Sachen Tourismus. Wenn sich inzwischen auch andere Tauberfrankenstädte einen verdienten Platz in der Besuchergunst erworben haben, bleibt Rothenburg doch immer noch etwas besonderes. Das Kriminalmuseum z.B. präsentiert die Schattenseiten des Mittelalters mit dunklen Verließen und Folterkammern. An dieser Stelle sei auch das traurige Ende des Bürgermeisters Toppler erwähnt, der durch Missgunst und Verrat im Kerker des Rothenburger Rathauses starb.

Gleich nebenan in der „Höll geht es eher gemütlich zu, die mittelalterliche Trinkstube ist ein beliebter Ausflugstreff. Ein Höllenfeuer zu Füßen der Stadt Rothenburg? Einmal richtig abheben und Rothenburg von oben bestaunen, auch das wird im Taubertal geboten.

Loading...

to add this to Watch Later

Add to

Loading playlists...