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PK: Beschneidungsdebatte aus Perspektive des Kinderschutzes, Bundespressekonferenz am 12.9.2012

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Published on Sep 22, 2012

BERLIN 12.09.2012: Moratorium und Einrichtung eines Runden Tisches in der Diskussion um Beschneidungen von einwilligungsunfähigen Jungen http://die-petition.de (Bitte Beschreibung komplett aufklappen für Zeitmarken zu den einzelnen Statements)

Teilnehmer
Georg Ehrmann, Vorstandsvorsitzender Deutschen Kinderhilfe
Dr. Ulrich Fegeler, Pressesprecher des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ)
Prof. Dr. Matthias Franz, Stellv. Direktor des Klinischen Instituts für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie am Universitätsklinikum Düsseldorf
Eran Sadeh, Gründer von Protect the Child, Israel
Irmingard Schewe-Geringk, Vorstandsvorsitzende Terre des femmes

Eingangsstatements
00:51 Georg Ehrmann, Vorstandsvorsitzender Deutsche Kinderhilfe: Bemängelt, dass es keine Ethikkommission o. ä. zu diesem Thema gab, anders als bei ähnlichen Themen. Erwähnt Petition gegen Beschneidung.
04:27 Eran Sadeh, Gründer von Protect the Child, Israel: Erzählt, wie er zu seiner Haltung gegen Beschneidung kam, erwähnt einige medizinische Fakten und Probleme. Er nimmt zum Antisemitismus-Vorwurf Stellung (10:36) und appelliert an Ärzte, nicht einfach zu schneiden, wenn ein gesundes Kind vor ihnen liegt (Englisch).
15:10 Fegeler: Es ist ärztliche Pflicht, nicht zu schaden. Gibt noch medizinische Informationen über die Vorhaut und deren Zweck.
18:54 Schewe-Geringk: Es gibt ähnliche Form der Beschneidung bei Mädchen, die verboten ist, was bei Befürwortern dieser weiblichen Beschneidung für Unverständnis sorgt, wenn die weibliche Beschneidung erlaubt ist.
21:19 Franz: Langzeitfolgen der Beschneidung: Sensibilitätsverlust, Schmerzen, daraus folgende sexuelle und psychische Probleme.

Fragen (ausgewählte Stellen)
31:28 Fegeler: Ärzte sollten nicht mithelfen bei der Beschneidung.
31:53 Jüdisches Leben ist deswegen trotzdem möglich, z. B. große Bewegung symbolische Beschneidung in England.
31:54 Es gibt durchaus schwere Komplikationen bei der Beschneidung
34:19 Franz: Fordert Nachweis des Nutzens (und der Ungefährlichkeit) der Beschneidung von Befürwortern. Z. B. Nutzen bei Peniskarzinom: Allgemein sehr selten und Gefahr der Komplikation bei Eingriff höher. Vergleichbar: Brustamputation bei kleinen Mädchen gegen Brustkrebs. Fakten über Risiken der Beschneidung müssen erforscht und die Eltern informiert werden.

40:45 Fordern Sie nur runden Tisch oder gleich Verbot?
41:06 Ehrmann: Urteil des Landgerichts macht Rechtslage klar: Es ist verboten. Es sollen aber die Menschen mitgenommen werden, ein einfaches Gesetz würde nicht helfen, deshalb Runder Tisch oder Ethikkommission geboten (wie auch bei Missbrauch).
42:41 Schewe-Geringk: Sinn ist, Menschen, speziell Eltern, zu überzeugen, dass Beschneidung schädlich ist.
43:06 Beschneidung "aus hygienischen Gründen" in U.S.A. wurde im 19. Jahrhundert eingeführt, um Masturbation zu verhindern.
43:56 Franz: Beschneidung aus kulturhistorischer und psychoanalytischer Sicht "patriarchalische Triebkontrolle".
53:59 Nachfrage an Schewe-Geringk, ob illegale Durchführung nach ihrer Erfahrung mit weiblicher Beschneidung ein Problem werden könnte?
Schewe-Geringk: Einzelne Eltern werden es illegal durchführen lassen, aber sie hofft auf Symbolcharakter eines Verbots.

56:51 An Ehrmann: Wie kann man jüdische und muslimische Gemeinde überzeugen, Beschneidung nicht mehr durchzuführen?
Ehrmann: Durch Aufklärung, z. B. gab es bis 2000 Züchtigungsrecht für Kinder. Sieht Vertreter der Religionsverbände in der Pflicht zum Dialog.
58:42 Schewe-Geringk: Es gibt UN-Kinderrechtskonvention, dass schädliche Praktiken von Kindern ferngehalten werden müssen.
1:02:42 Franz: Historische Bedeutung der Beschneidung für das Judentum (Überleben und Zusammenhalt).
1:04:20 Sadeh: Juden können nicht jede Kritik an ihrer Religion mit Hinweis auf die Vergangenheit abblocken. Selbst wenn der Verband der Pädiater von Israel fordert, die Eltern über Risiken zu informieren, wird dies von Religionsführern als Antisemitismus gesehen.

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