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Als Austauschschülerin in Finnland

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Published on Sep 17, 2012

http://de.euronews.com/ Es ist fast ein normaler Schultag für Elea. Die 16-jährige Französin steigt in den Bus, um zur Schule zu fahren. Aber sie ist nicht in Frankreich, sondern in Finnland. Es ist ihr erster Schultag hier im hohen Norden. Und sie ist nicht die einzige Schülerin aus Frankreich. Auch Ana ist für einige Monate nach Finnland gekommen. Die Schule der beiden hat eine Partnerschaft mit dem Jyvaskyla-Gymnasium geschlossen, wo man das Internationale Bacalaureat auf Englisch machen kann.

"Ich will perfekt Englisch sprechen können," sagt Elea, "und ich glaube, das kann ich in neun Monaten erreichen. Außerdem wollte ich mal für eine Weile von zu Hause weg sein, auch wenn ich meine Familie sehr mag. Ich glaube, dadurch kann ich als Person wachsen."

Englisch lernen in Finnland? Warum nicht? Ein Studium in England, Amerika oder Australien kann teuer sein. Und die nordischen Länder sind seit jeher bekannt für ihr hervorragendes Englisch - und für ihr erstklassiges Bildungssystem, vom eingelegten Hering ganz zu schweigen, der ist für den Spracherwerb vielleicht weniger wichtig.

"Ich finde, die Schule ist hier ganz anders, hier wird den Schülern wirklich geholfen," sagt Elea. "Man wird mehr gefördert. In Frankreich wird nur denen geholfen, die schon oben angekommen sind. Hier werden alle gefördert, und ich finde, dass alle mehr leisten."

Eleas Aufenthalt wird vom Comenius-Programm der Europäischen Union unterstützt, das es Oberschülern ermöglicht, drei bis zehn Monate an einer Schule im Ausland zu verbringen.
Die Französischlehrerin Ulla Aarnio kümmert sich am Jyvaskyla-Gymnasium um die Schülerinnen aus Frankreich. Sie sagt:

"Anfangs sind sie ziemlich müde, denn alles ist noch sehr neu: Die Sprache, die Lebensweise. Nach einer Weile gewöhnen sie sich daran."

Die Kontaktlehrerin spielt eine wichtige Rolle für die Gastschülerinnen. Sie hilft bei der Orientierung im Stundenplan und vor Prüfungen. Die Schülerinnen machen auch ihre ganz eigenen Erfahrungen.




"Es gibt Unterschiede - etwa im Aussehen," sagt Elea. "Das mag belangslos erscheinen, - ist es aber nicht, wenn man neun Monate hier bleiben will. Ich habe hier zum Beispiel jemand mit grünen Augenbrauen gesehen. In Frankreich würde ich lachen, aber hier habe ich so meine Mühe damit."

Der schwierigste Teil des Comenius-Programms ist es, die richtige Gastgeber-Familie zu finden. Für Elea ist alles gut gegangen. Sie hat sich schon eingelebt und macht ihre Erfahrungen mit finnischen Lebensstil und der örtlichen Küche.

"Als normale Familie frühstücken wir zusammen, dann gehen wir in die Schule. Am Abend kochen wir, Mutter und Tochter, wie in Frankreich. Dann isst jeder, was er mag, es ist alles ganz zwanglos, wie in meiner Familie. Ich mag das sehr."

In Finnland ist Hallen-Hockey der Lieblingssport vieler Schüler und Schülerinnen. So bekommen unsere Französinnen noch eine Gelegenheit, neue Erfahrungen zu machen.
Eine der Mitspielerinnen ist Roosa Kasma, eine Finnische Schülerin, die sich darauf vorbereitet, nach Frankreich zu gehen - ebenfalls im Rahmen des Comenius-Programms. Sie hat große Erwartungen:

"Wenn ich nach Finnland zurückkomme, werde ich an anderer Mensch sein, viel erwachsener. Ich werde mit diesen Auslands-Erfahrungen wachsen. Ich glaube, ich werde mehr Selbstvertrauen haben."

Das Comenius-Austauschprogramm wurde 2010 geschaffen und wird immer beliebter. Im Schuljahr
2012/13 nehmen mehr als 1300 Schüler aus fast dreißig Ländern daran teil: Sie gehen im Ausland zur Schule, machen wichtige Erfahrungen und lernen außerdem eine Fremdsprache.

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