Berlin UBahnhof Lichtenberg | Jugendbande schlägt Mann ins Komma | Überwachungsvideo Polizei - BVG
Versuchter Raubmord auf U-Bahnhof | Spezialeinheit OGJ verhaftet Täter | Zeugenaufruf
Berlin - Wie SEK-Einsatz.de berichtete kam es am Dienstag den 15.02.2011 durch die Spezialeinheit "Operative Gruppe Jugengewalt" (OGJ) zu Festnahmen in dem Zusammenhang mit dem versuchten Raubmord in Berlin-Lichtenberg.
Auch weiterhin suchen die Ermittler der 2. Mordkommission des Landeskriminalamtes Berlin dringend nach weiteren Zeugen.
Wie berichtet, hatten vier Jugendliche am vergangenen Freitag (11.02.2011) gegen 23:50 Uhr zwei 30-jährige Maler auf dem U-Bahnhof Lichtenberg angegriffen und einen von ihnen lebensgefährlich verletzt.
Anschließend raubten die Tatverdächtigen die Jacke ihres Opfers und entnahmen daraus Wertgegenstände. Dann warfen sie die Jacke auf dem Weg nach unten auf den U-Bahnhof weg. Dort wurde sie nach einiger Zeit von einem Passanten gefunden und mitgenommen.
Das zweite Opfer wurde verletzt und flüchtete in Todesangst aus dem U-Bahnhof. Dort sprach ein bislang Unbekannter die vier Jugendlichen, die mittlerweile ihr zweites Opfer wieder entdeckt und wiederholt traktiert hatten, an und forderte sie auf, den Mann in Ruhe zu lassen.
Daraufhin ließen die Jugendlichen von dem Maler ab und flüchteten schließlich, da der Unbekannte offensichtlich furchteinflößend wirkte. Durch das couragierte Auftreten des Mannes wurde vermutlich Schlimmeres verhindert.
Aufgrund der Auswertung der Überwachungskameras vom U-Bahnhof Lichtenberg und den anschließenden gemeinsamen Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft ist es am Dienstag gelungen, die vier mutmaßlich an der Tat beteiligten Jugendlichen zu identifizieren und festzunehmen.
Sie wurden einem Ermittlungsrichter vorgeführt, der gegen alle vier Haftbefehl wegen versuchten gemeinschaftlichen Raubmordes in zwei Fällen in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung erließ.
Der Maler, der den Attacken der vier Tatverdächtigen zum Opfer fiel, liegt weiterhin mit lebensbedrohlichen Verletzungen im Koma.
Inzwischen konnten Aufzeichnungen aus verschiedenen Videoüberwachungsanlagen ausgewertet und mehrere Bilder und Videosequenzen aufbereitet werden. Aus den Aufnahmen ist deutlich ersichtlich, dass es unmittelbare Tatzeugen gibt, die der Polizei noch nicht bekannt sind und die dringend gebeten werden, sich mit der Polizei in Verbindung zu setzen.
Hinweise nimmt die 2. Mordkommission, LKA 112, in der der Keithstraße 30 in Tiergarten unter der Rufnummer 4664 911 201 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.
Quelle: Polizei Berlin | SEK-Einsatz.de