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Staatstheater Nürnberg - Samson und Dalila

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Published on Apr 4, 2011

Gebrochen, geschoren und geblendet. So wird Samson am Schluss der Oper an der Hand eines Kindes in den Tempel Dagons geführt, wo er von den Philistern höhnend empfangen wird. Er, der einstige Held der unterdrückten Hebräer, der mit seinen herkulischen Kräften den Befreiungskampf gegen die Philister anführte, und von Dalila verkauft und verraten wurde. Noch aber ist Samson nicht endgültig geschlagen. In einem letzten Aufbäumen bittet er Gott um seine alte Stärke -- um mit den Säulen des Tempels das ganze Gebäude zum Einsturz zu bringen und sich gemeinsam mit Tausenden von Philistern unter den tödlichen Trümmern zu begraben. Ein Selbstmordattentat wahrhaft biblischen Ausmaßes.

Es ist das schreckliche Ende einer von Grausamkeiten nur so strotzenden Geschichte. Denn es herrscht Krieg in Gaza. Krieg zwischen den Hebräern und den Philistern, ein Krieg, in dem selbst die Liebe zwischen Samson und Dalila korrumpiert und zur Waffe wird.

Gut achtzehn Jahre lang arbeitete Camille Saint-Saëns an seiner Oper. 1877 erlebte sie in Weimar auf Deutsch (!) ihre Uraufführung, noch bevor 1892 in Paris die französische Fassung herauskam und ihren Weltruhm als eine der international meistgespielten französischen Opern begründete.

Während die äußeren Akte mit ihren großartigen Chortableaux auftrumpfen, erzählt Saint-Saëns im zweiten Akt fast kammerspielartig den dramatischen Liebeskonflikt zwischen Samson und Dalila. Hier erklingt auch Dalilas berühmte Arie „Mon coeur s'ouvre à ta voix"/„Mein Herz öffnet sich deiner Stimme, wie die Blume dem Kuss der Morgenröte", die musikalisch Saint-Saëns' ganzes Ingenium und die raffinierte Doppeldeutigkeit seiner Kompositionsweise offenbart; schließlich wird nicht nur Samson verführt, sondern auch der Zuhörer, dem schlagartig klar wird, dass auch Lieder lügen können ... Nach Rossinis „Moses und Pharao" setzt das Staatstheater Nürnberg mit „Samson und Dalila" die Reihe biblisch-alttestamentarischer Stoffe mit dem Team um Regisseur David Mouchtar-Samorai fort.

Video: Stefan Kleeberger

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