Eine alte improvisierte Aufnahme aus unserem Wohnzimmer. Das klingt heute anders.... ;-)
Text von Heinrich Heine, Arrangement von Liederjan. Wir haben noch ein wenig daran gebastelt. Das Lied bezieht sich auf den schlesischen Weberaufstand von 1844.
Das Original (Arrangement und Melodie) ist von der Band Liederjan (http://www.liederjan.com), die uns netterweise auch die Erlaubnis gegeben hat, die Aufnahme hier zu veröffentlichen.
-------- Lyrics --------------
Im düsteren Auge keine Träne.
Wir sitzen am Webstuhl und fletschen die Zähne.
Deutschland wir weben dein Leichentuch.
Wir weben hinein den dreifachen Fluch!
Wir weben, wir weben!
Ein Fluch dem Gotte zu dem wir gebeten
in Winterskälte und Hungersnöten.
Wir haben vergebens gehofft und geharrt,
man hat uns geäfft, gefoppt und genarrt!
Wir weben, wir weben!
Ein Fluch dem König, dem König der Reichen,
den unser Elend nicht konnte erweichen.
Der den letzten Groschen von uns erpreßt
und uns wie Hunde erschießen läßt!
Wir weben, wir weben!
Ein Fluch dem falschen Vaterlande,
wo nur gedeihen Schmach und Schande.
Wo jede Blume früh geknickt,
wo Fäulnis und Moder den Wurm erquickt.
Wir weben, wir weben!
Das Schiffchen fliegt, der Webstuhl kracht.
Wir weben emsig Tag und Nacht.
Altdeutschland wir weben dein Leichentuch
wir weben hinein den dreifachen Fluch!
Wir weben, wir weben!