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Heide Göttner-Abendroth, Trailer, Schenkökonomie versus Geldökonomie, Matriarchat

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Published on Apr 17, 2013

Heide Göttner-Abendroth, Teil 1, in der Sendung „Philosophie im Gespräch" mit Irmgard Klammer in OKTO, Erstausstrahlung am Montag 22.4.2013, 20h30.
Thema: Schenkökonomie versus Geldökonomie. Wir könnten weitaus befriedigende leben ohne Geldökonomie.
Heide Göttner-Abendroth ist Philosophin und Kultur- und Gesellschaftsforscherin, mit dem Schwerpunkt matriarchale Gesellschaftsform. 1986 Gründung der „Internationalen Akademie HAGIA" (Frauenforschungs- und Bildungsprojekt) in Deutschland, die sie seither leitet. Sie war Lehrbeauftragte an verschiedenen Universitäten (Bremen, Hamburg, Kassel), Gastprofessorin in Montréal (Kanada), Gastprofessorin in Innsbruck (Österreich). Im Jahr 2003 organisierte und leitete sie den ersten Weltkongress für Matriarchatsforschung: „Gesellschaft in Balance", in Luxemburg und im Jahr 2005 den zweiten Weltkongress für Matriarchatsforschung: „Societies of Peace", in Texas, USA. 2005 für den Friedensnobelpreis nominiert. www.hagia.de
Thema: Heide Göttner-Abendroth forscht und lehrt seit Jahrzehnten weltweit über matriarchale Gesellschaftsformen. Sie zeigt auf, wie wichtig das Wissen vergangener und gegenwärtiger egalitärer Gesellschaften für heutige Lebens- und Ökonomieformen ist.
Sie spricht über matriarchale Ökonomie und Schenkökonomie, wo Güter nicht von einzelnen gehortet werden, denn Güter sind da um zu kreisen. In der Geldökonomie hat alles nur einen Geldwert, alles basiert auf Austausch und Zurückverlangen und nicht auf Schenken.
Die vorherrschende Geld-Ökonomie könnte abgeschafft werden und die Wirtschaft würde trotzdem funktionieren, da sie auf der Schenkökonomie aufgebaut ist.
Die Geldökonomie beruht darauf, dass es weltweit soviel Gratisarbeit (ehrenamtliche Arbeit, Minijobs, unterbezahlte Arbeit, Pflegearbeit...) gibt, sodass auf dem Boden der Gratisarbeit die vorherrschende Geldökonomie gedeihen kann. Wir glauben unsere Ökonomie funktioniert über das Geld, das stimmt nicht, denn weltweit schenken Mütter (und auch Väter) über Jahrzehnte Arbeit gratis. Würde in einem Menschen, der in den Arbeitsmarkt eintritt, die 18 Jahre Vorarbeit durch die Mutter (und auch Väter) eingerechnet werden, was müsste dieser Mensch wohl verdienen? Nicht jeder Mensch ist Mutter, aber jeder Mensch hat eine Mutter und kennt daher das mütterliche Schenken. Wenn Mütter mit Kindern von klein an abrechnen würden, würde kein Mensch groß werden und überleben.
Die „ganz Reichen" schöpfen den Mehrwert dieser Gratisarbeit ab.
Mutter Erde schenkt alles, sie verrechnet uns dafür nichts. Die matriarchale Ökonomie basiert ebenfalls auf diesem Prinzip: Geben, Teilen, Schenken ohne Gegenrechnung. Daher haben in matriarchalen Gesellschaften die Menschen, die am meisten geben, das höchste Ansehen.
Zur Armutsdebatte. Apropos Teilen: Wer teilt was mit wem? Damit die vielen Benachteiligten den Mund halten, werden sie mit Almosen versorgt.
Ein kardinaler Faktor in der Geldökonomie ist die Erfindung der Maschinenwelt weil die immer über das Geld läuft. Frauen und Männer leiden heute unter den patriarchalen Widersprüchen. Es geht darum „auf gleicher Augenhöhe" miteinander zu leben.

Patrizia E. Nessmann panema@panema.at, Irmgard C. Klammer Klammer@r2-wien.at | www.r2-wien.at

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