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Auftaktveranstaltung „Zwischennutzung Rindermarkthalle - stadtteilbezogene Nutzungen" 24.09.2012

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Published on Sep 24, 2012

Hamburg
Auftaktveranstaltung
„Zwischennutzung Rindermarkthalle - stadtteilbezogene Nutzungen"
(utopieTV-doku-video)
24. September 2012 um 19:30 Uhr
im Wirtschaftsgymnasium St. Pauli, Budapester Straße 58
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Einladung zur Auftaktveranstaltung
„Zwischennutzung Rindermarkthalle - stadtteilbezogene Nutzungen" am Montag, den

Zitat aus der Einladung des Bezikes:
Ziel der Veranstaltung ist es, Sie über den aktuellen Stand der Planungen und Bauarbeiten an und in der ehemaligen Rindermarkthalle zu informieren.
Zum anderen möchten wir gemeinsam mit Ihnen frühzeitig die Möglichkeiten sog. stadtteilbezogener Nutzungen erörtern. Hauptthema wird dabei die Bereitstellung stadtteilbezogener Flächen im 1. Obergeschoß der ehemaligen Rindermarkthalle durch die EDEKA Handelsgesellschaft Nord mbH sein. Hierbei sollen das Vergabeverfahren und die Vergabemodalitäten mit den Bürgerinnen und Bürgern des Stadtteils besprochen und vereinbart werden.
In Anbetracht der komplexen Projektentwicklung und der zahlreichen Fragen aus dem Stadtteil, die nicht im Rahmen einer einmaligen, zweistündigen Veranstaltung abschließend zu klären sind, betrachten wir diese Veranstaltung als Auftakt zu einem Dialog mit dem Stadtteil.
Wir freuen uns auf Ihr Kommen !
Auftaktveranstaltung Zwischennutzung "Rindermarkthalle -- stadtteilbezogene Nutzungen" am Montag, den 24. September 2012 um 19:30 Uhr im Wirtschaftsgymnasium St. Pauli (Aula)
Moderation: Michael Mathe, Amtsleiter Fachamt Stadt- und Landschaftsplanung
Begrüßung durch Bezirksamtsleiter Andy Grote und EDEKA (Herr Saur)

Erklärung der Initiative Unser Areal rszur heutigen Infoveranstaltung des Bezirks
Publiziert am 24. September 2012 von nbo
Im November 2010 starteten Anwohner_innen der Alten Rindermarkthalle auf St. Pauli eine so genannte Wunsch-produktion, einen selbstbestimmten Planungsprozess für Stadt-quartiere. Sie folgt damit dem Beispiel der Wunschproduktion Park Fiction (1994 -- 1998), die zum Bau des gleichnamigen Parks in St. Pauli Süd führte und eines der gelungensten Beispiele für eine Planung durch Anwohner_innen selbst ist -- sogar über Hamburg hinaus.
Die Wunschproduktion Alte Rindermarkthalle führte zunächst eine umfangreicheUmfrage in St. Pauli Nord, im Karoviertel und im Schanzenviertel durch, für die sie 18.000 Fragebögen verteilte (die Rücklaufquote lag bei gut drei Prozent, was in der Marktforschung als sehr gutes Feedback gilt). Die in den ausgefüllten Fragebögen geäußerten Wünsche und Ideen haben die Anwohner_innen dann in verschiedenen Veranstaltungen an den Planungswürfeln -- zuerst vor der Rindermarkthalle, später am Grünen Jäger -- weiter konkretisiert. Sämtliche Ergebnisse waren von Anfang an gut dokumentiert und öffentlich zugänglich (online und in gedruckter Form)1.

Dem damaligen Bezirksamtsleiter Markus Schreiber überreichte die Wunschproduktion im April 2011 das erste Umfrageergebnis sogar persönlich. Doch obwohl die Hamburgische Bürgerschaft nach der zurecht gescheiterten Music-Hall-Planung bereits im November 2010 dem Bezirk Mitte empfohlen hatte, Anwohner-Initiativen in die weitere Planung der Rindermarkthalle mit einzubeziehen, passierte nichts dergleichen.
Stattdessen zauberte der Bezirk im September 2011 eine auf zehn Jahre angelegte "Zwischennutzung" durch Edeka, Aldi und Budnikowsky aus dem Hut. In der Folge ließ auch Edeka Nord als künftiger Hauptpächter jedes Gesprächsangebot der Wunschproduktion ins Leere laufen.
Das ist umso ärgerlicher, als der zurzeit kursierende Edeka-Plan die Vielfalt der Nutzungsideen seitens der Anwohner_innen nicht abbildet. Die für stadtteilnahe Nutzungen in Aussicht gestellte Flächen von insgesamt 600 bis 800 Quadratmetern -- unter fünf Prozent der gesamten Nutzungsfläche -- sind nicht mehr als "Brosamen für St. Pauli".

Wenn seit einigen Wochen der von Edeka beauftragte Projektentwickler Maßmann & Co mit den Anwohnern "ins Gespräch" kommen will, kann dies nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Anwohner_innen einmal mehr in der Planung übergangen worden sind. Der Bezirk Mitte hat aus seinen Fehlern von 2010 nichts gelernt. Jede Planung einer städtischen Immobilie muss heute bei den Anwohner_innen anfangen.
Eine Nahversorgung in der Rindermarkthalle, vor allem für das Karoviertel, ist absolut notwendig. Sie war auch seitens der Anwohner_innen von Anfang an gesetzt. Aber es gibt keinen Grund, nun fast die gesamte Halle mit einem überdimensionierten Nahversorgungskonzept zu füllen, dass wesentlich auch auf Kunden aus anderen Stadtteilen setzt, die zum Einkaufen eigens mit dem Auto kommen.
Die Wunschproduktion Alte Rindermarkthalle fordert daher gemeinsam mit den Initiativen die leute: real und Grünareal,
den jetzigen Plan neu zuzuschneiden,
die Nahversorgungsflächen auf ein vernünftiges Maß zu reduzieren und
eine Anwohner-Planungskommission zu bilden, die sämtliche Flächen außerhalb der Nahversorgung beplant.

www.utopietv.de

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