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EIN EHEMALIGER JUDE KLÄRT AUF: TEIL 1

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Published on Aug 11, 2015

BEJAMIN FREEDMAN klärt auf. Diese Videos vermitteln GRUNDLAGENWISSEN für den Befreiungskampf damit der ESAU SEGEN, der in einer späteren Produktion noch viel genauer erörtert wird, verstanden wird.
Nach der Lehre des Jahwismus hat sich Jakob durch List den Erstgeburtssegen seines Vaters Isaak, den sogenannten Jakobsegen, der eigentlich seinem Bruder Esau zustand, erschlichen und dadurch den Anspruch auf Macht über Esau, auf imperialistische Macht über „den Andern”, nach Weltherrschaft, erlangt. – Esau war dadurch dazu verurteilt, fortan seinem Bruder Jakob zu dienen. Andererseits bekam Esau von seinem Vater Isaak im Rahmen einer anderen Segenerteilung das Recht zugesprochen, eines Tages das Joch seines Bruders Jakob vom Hals zu reißen, um auch Herr zu sein.
JAKOB steht im engeren Sinne für die mosaischgläubigen Juden und im weiteren Sinne für alle den mosaisch Gläubigen beigesellten, ethnisch dem Judentum nicht angehörenden Bibelgläubigen.
ESAU steht hingegen für die „Anderen”, im engeren Sinne für alle nicht mosaisch Gläubigen, im weiteren Sinne für alle nicht bibelgläubigen Nichtjuden.

Hierbei gilt für alle Bibelgläubigen, insbesondere für die mosaisch Gläubigen, daß sich sowohl im Jakobsegen als auch im Esausegen der zentrale, die Geschichte der Menschheit bestimmende Wille ihres Gottes Jahweh äußert. Wer möchte da behaupten, daß diese Tatsache nicht von größtem Einfluß auf die Richtung des politischen Denkens, Wollens und Handeins der Bibelgläubigen ist?
Der ESAUSEGEN beinhaltet nicht, daß Esau lediglich das Joch seines Bruders abreißen und dann vielleicht zur Abwechslung Jakob unters Joch beugen darf, sondern er enthält mehr, vielmehr. Die Verwirklichung des Esausegens soll nämlich etwas wesentlich anderes herbeiführen: Freiheit, Gleichberechtigung und Frieden für beide Brüder bzw. deren Nachkommen, beide die Erde bevölkernden „Gruppen” sollen nun Herren sein, Herren ihrer selbst, ausgestattet mit gleichen Rechten und Pflichten und somit wirklich frei und ohne Joch. Nur in diesem Sinne, d. h. im Dienst des Ziels der Gleichberechtigung und freien Selbstbestimmung, Selbsterhaltung und Selbstentfaltung sowie der gegenseitigen Achtung und Rechtswahrung für alle, ist es auch möglich, daß Esau die Folgen heilen kann, die Jakob mit dem Beschreiten des von ihm eingeschlagenen Wegs erzeugte, den man in richtiger Ausdeutung dieser Symbolgeschichte als imperialistischen Weg bezeichnen kann. Gewalt darf Esau hierbei nicht anwenden, außer natürlich in Fällen unmittelbarer Notwehr, wo andere Mittel der Abwehr nicht mehr möglich sind.
Das bedeutet aber zugleich, daß das „Esausegen‐Konzept” nicht nur das ‐ an sich selbstverständliche, aber auch vom Jahwismus ausdrücklich anerkannte ‐ Recht auf Selbstbefreiung Esaus enthält, sondern auch die Pflicht, Jakob zu helfen, den Weg der Befreiung und ethischen Läuterung und damit der ERLÖSUNG mitzugehen. Das eine geht nicht ohne das andere, weder weltanschaulich noch moralisch noch politisch. Das bedeutet aber auch, daß Jakob, nachdem begonnen wurde, das „Esausegen‐Konzept” zu verwirklichen, Esau nicht in seinem Bemühen um Heilung hindern darf, will er im Rahmen des von seiner Religion bestimmten Konzepts bleiben und der Erlösung, nämlich der eigenen Befreiung vom falschen Konzept, teilhaftig werden. Oder mit anderen Worten: Es erfolgt aus bibelgläubiger, insbesondere mosaistischer Sicht das Hervortreten des messianischen Konzepts aus dem Raum des Glaubens und der Hoffnung auf etwas Zukünftiges in den Raum der aktuellen Politik.
Aus dieser Sicht wäre eine Behinderung oder gar Verhinderung dieses Hervortretens gleichbedeutend mit einem grundsätzlichen Bruch des Bundes mit Jahweh und die Verhinderung der Ankunft des Messias. Das aber würde, auch wieder nach jahwistischer Lehre, die Verfluchung und Vernichtung durch Jahweh nach sich ziehen. Daraus folgt, daß es für die Bibelgläubigen im Willen Jahwehs, im Sinne der „Heils‐Logik” ihrer Religion liegt, daß sich der Esausegen als der letztlich stärkere Segen erweist. Und zugleich heißt das, daß derjenige, der den „Esausegen mobilisiert”, wie das einmal in der Jüdischen Allgemeinen Wochenzeitung hieß, nach dem Willen Jahwehs unangetastet bleiben muß ‐ solange er als Esau auftritt, sich also an die Regeln hält, nämlich ohne Gewalt, ohne Unterdrückung und ohne Hetze für die allgemeine Befreiung und Gleichberechtigung wirkt.
Es ist klar, daß eine Befreiung, die nicht gewaltsam erfolgen und daher nur auf geistigem Gebiet vorangetrieben und sicher gegründet werden kann, hauptsächlich mit den Mitteln des Vorbilds, der Einsicht, der Hilfe zur Selbsterkenntnis, dann der Erziehung, der Wissenschaft und Kunst, der Aufklärung sowie der Mobilisierung des Stolzes und des Selbsterhaltungs‐, Freiheits‐, Rechts‐, Wahrheits‐ und Schönheitswillens herbeigeführt werden muß und auch nur so herbeigeführt werden kann.

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