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JONATHAN MEESE | 14.01.2018 | BERLIN | Hauptquartier | Konversation

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Published on Jan 20, 2018

BERLIN, DEUTSCHLAND ~ Jonathan Meese betreibt mit seiner Mutter Brigitte Meese am 14.1.2018 in seinem Atelier in Berlin, Deutschland, eine gemeinsame Konversation zu Fragen der Kunst.

„Dieses Jahr muß anders werden !“, legt Jonathan Meese gleich als erste Amtshandlung des neuen Jahres in seinem Hauptquartier fest. „Jonathan Meese ist kein Menschenkennenlernprogramm !“, wiederholt er seine reine im wahrsten Sinne des Wortes „Schutzbehauptung“ vom Ende des vergangenen Jahres. Alle Kleinprojekte mögen bitte erst wieder frühestens im Jahr 2024 an ihn herangetragen werden. Bis dahin möchte er gern nur noch „zuhausen“ und auf keinen Fall mehr neue Menschen kennenlernen. Eine Hand voll Getreuer reicht ihm für sein Leben völlig aus.

„Ich will jetzt nur noch im Atelier arbeiten, arbeiten, arbeiten !“ betont Einzelgänger Meese ausdrücklich. Er fleht inständigst, weitestgehend von störenden Besuchsanfragen im Atelier abzusehen. „Ich bin deswegen aber kein arrogantes Schwein !“, versichert der Sohn seiner Mutter, die ihn wiederum diesbezüglich besänftigt, aber auch auffordert, sein Leben so zu leben, wie er möchte. Es sollte ihm egal sein, ob ihn andere für arrogant halten oder nicht.

Nach seinem Jahreseröffnungsplädoyer wendet sich Jonathan Meese bittend an seine Mutter abermals den Unterschied von Kunst und Kultur erörtern zu dürfen. Dabei wird die Kultur als jeweiliger Trend bzw. Geschmack einer gewissen Epoche und Kunst als geschmacklos, also trendfrei gekennzeichnet. Kultur ist immer an eine Zeit gekoppelt, in der sie wirksam ist, Kunst hingegen ist immer zeitlos.

Kultur ist immer das gehegte und gepflegte, Kunst ist immer ruppig und struppig. So sieht Jonathan Meese auch seine ersten Bilder des neuen Jahres, weshalb er aus der Konversation sich allmählich seinen Bildern zuwendet und seine Mutter nach ihrer Meinung fragt. Sie verweist auf eine bemalte Leinwand mit der Bemerkung, daß daraus ganz sicher ein gutes Bild entstehen wird.

Daraufhin wendet sie sich unauffällig von dem Gespräch ab und Jonathan Meese beginnt, wie von selbst, an der besprochenen Leinwand zu malen. In wenigen Minuten führt er das halbfertige Bild struppig zu Ende und verkündet stolz: „Mami hatte Recht, ein wahres Meisterwerk !“ Er betitelt es mit „Dr. Struppi ohne Gefallsucht ! Also kein Politiker (Also nicht mehr)“ und kommentiert in metabolischer Gewißheit: „Geiles Bild, wie von selbst !“

Die gesamte Konversation und zwei weitere Propaganda-Erklärungen sind mit Photos und Manifesten vollständig auf der Internetseite des Jonathan Meese dokumentiert:

http://www.jonathanmeese.com/2018/201...

Ein Propagandawerk von Jan Bauer . Net

www.jonathanmeese.com
www.propagandawerk.org


.

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