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McPlanet: Energiewende in Deutschland -- Wie dezentral und demokratisch kann es sein?

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Published on Apr 24, 2012

Die Katastrophe in Fukushima und der daraufhin beschlossene Atomausstieg hat eine Wende in der deutschen Energiepolitik eingeläutet. Gleichzeitig drängt die sich immer stärker auswirkende globale Erwärmung, den Energiesektor als größten Emittenten von Treibhausgasen auch vom fossilen Pfad abzubringen. Studien belegen, dass eine vollständige Umgestaltung der Energieversorgung mit erneuerbaren Energiequellen, wie Sonne, Wind, Wasser, Biomasse und Erdwärme innerhalb von 40 Jahren möglich ist. Viele Szenarien gehen von der Annahme aus, dass ein beträchtlicher Teil der Stromerzeugung auch in Zukunft aus zentralen Großanlagen kommen muss. Die Desertec-Initiative ist dafür das bekannteste Beispiel. Die starke Fokussierung auf Offshore Wind geht in eine ähnliche Richtung. In der ökologischen Bewegung schrillen angesichts der Betonung zentraler Versorgungsstrukturen und der Beibehaltung der Dominanz der großen Energieversorger eher die Alarmglocken. Außerdem erfordern solche Vorschläge den Ausbau von Hochspannungsleitungen quer durch ganz Europa -- eine Vorstellung, die vielen nicht behagt und Widerstand provozieren kann.

Schaffen wir die Energiewende in Deutschland allein mit dezentralen Erneuerbaren? Ist die dezentrale Energieversorgung möglicherweise zu teuer? Wären zentralisierte Strukturen billiger und damit sozialer? Wie kann das Geld für die gigantischen Investitionen aufgebracht werden? Welche Rolle haben Konzerne und Finanzinstitutionen bei der Energiewende? Wie sähe eine demokratisch kontrollierte gemischt zentral-dezentrale Stromversorgung aus?
Wie viel Zeit bleibt, um den Umbau voran zu treiben? Bremst demokratische Teilhabe nicht die Energiewende? Wie müsste Partizipation und Demokratie gedacht werden, um die Energiewende trotzdem zügig umzusetzen?

Mit:
Stefan Schurig
Stefan Schurig ist Klima- und Energiedirektor beim World Future Council. Zuvor war er neun Jahre Sprecher von Greenpeace Deutschland und Leiter des Klima- und Energieressorts. Schurig war zudem Mitglied des Senior Managements Teams bei Greenpeace und an der Gründung des zweitgrößten Ökostromunternehmens Deutschlands maßgeblich beteiligt. Beim World Future Council initiierte Schurig die weltweite Kampagne für ‚Feed in tariffs' als besten Mechanismus, Erneuerbare Energien zu entwickeln. 2008 wurde er zum Berater der World Urban Campaign der UNO Städteorganisation UN Habitat berufen. Stefan Schurig arbeitet weltweit mit Regierungen und ParlamentarierInnen an der Entwicklung des Erneuerbare Energien Sektors und einer modernen Stadtentwicklung. Er ist Autor zahlreicher Artikel und Publikationen zu dem Thema.

Peter Ahmels
ist Leiter der Abteilung Erneuerbare Energien bei der Deutschen Umwelthilfe (DHU) in Berlin. In den letzten zweieinhalb Jahren wirkte er intensiv an dem Projekt „Forum Netzintegration Erneuerbare Energien" mit, um einen intensiven Diskussionsprozess aller Betroffener des Netzausbaus zu fördern und somit mehr Akzeptanz zu erreichen. Peter Ahmels übernahm nach dem Studium der Landwirtschaft den elterlichen Hof und promovierte 1988. Seit 1995 ist er Vorsitzender des Windenergieverbandes, von 1997 bis 2007 war er Präsident des Bundesverbandes Windenergie.

Thomas Breuer
Thomas Breuer ist Diplombetriebswirt und Chartered Financial Analyst. Er leitet den Klima- und Energiebereich von Greenpeace Deutschland seit Juli 2007. Als Mitglied des Greenpeace Radiation Safety Adviser Teams war er im April 2011 im Katastrophengebiet von Fukushima (Japan). Von 2004 bis Juli 2007 hat Breuer die Atomkampagnen für Greenpeace mitbestritten. In dieser Zeit hat er in Deutschland, Russland, Weißrussland, der Ukraine, Indien, Frankreich und Spanien zum Thema Atomkraft gearbeitet.

Matthias Dümpelmann
Matthias Dümpelmann war nach einem sozialwissenschaftlichen Studium in Münster und Baltimore von 1995-1999 Bundestagsmitarbeiter im Bereich Energiepolitik. Daraufhin hatte Dümpelmann ein Jahr die Leitung der Energiewirtschaft und des Marketings der Stadtwerke Delmenhorst inne. Von 2001-2007 bekleidete er diverse Funktionen bei der HSE AG in Darmstadt, zuletzt als Leiter Vorstandsangelegenheiten /Konzernkoordination. Seit 2007 ist er Geschäftsführer des 8KU- Eine Kooperation von 8 Kommunalen Unternehmen- Büros und seit 2011 auch Geschäftsführer der 8KU Renewables GmbH in Berlin.

Irmgard Scheer-Pontenagel
die Pädagogin und Kommunikationswissenschaftlerin war 1988 Gründungsmitglied der von Hermann Scheer initiierten gemeinnützigen Europäischen Vereinigung für Erneuerbare Energien -- EUROSOLAR e.V.. Seither ist sie Geschäftsführerin von EUROSOLAR.

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