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Michael Bohne – „Bitte Klopfen – Der Körper als die Bühne der Gefühle”

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Published on Nov 11, 2015

Über Erfahrungen mit PEP, der Prozess- und Embodimentfokussierten Psychologie – Vortrag vom 1. Oktober 2015 auf der Embodiment Tagung in Wien, www.embodiment-tagung.at – Jetzt auf DVD erhältlich: www.auditorium-netzwerk.de

+ + + Hinweis: In der 57. Minute muss es heißen: „die Großhirnrinde bekommt nicht mit, dass es vorbei ist”. + + +

Der Hirnforscher Antonio Damasio bezeichnete den Körper als die Bühne der Gefühle. Dies ist eine schöne Beschreibung, da Gefühle ohne den Körper nicht fassbar wären. Die Klopftechniken setzen genau dort an, wo die Gefühle ihre phänomenologische Bühne betreten – am Körper. Über den Körper wird auf das emotionale Erleben Einfluss genommen.

Klopftechniken verbreiten sich seit rund zehn Jahren im deutschen Sprachraum. Sie dienen mittlerweile gleichsam als Selbsthilfetechniken wie auch als Interventionstools für Psychotherapeuten, Traumatherapeuten, Ärzte, Stressmediziner und Coaches. Klopftechnik(en) - oder in der Fachsprache auch als ‚bifokal-multisensorische Interventionstechniken’ (BMSI) beschrieben – beeinflussen das haptisch-taktile System und haben ihren Ursprung in der sogenannten Energetischen Psychologie.

Viele dieser Klopftechniken standen und stehen jedoch nicht auf dem Fundament der wissenschaftlichen Medizin bzw. Psychotherapie und bemühen Wirkhypothesen, die sich bei genauer Betrachtung nicht halten lassen. Viele Interventionstechniken der Energetischen Psychologie ließen sich zunächst auch nicht mit dem Vokabular der medizinischen und psychotherapeutischen Terminologie beschreiben. Gleichzeitig steckte in diesen Ansätzen ein großes Potential, welches die Neugier vieler Anwender aus der wissenschaftlich sozialisierten Medizin und Psychotherapie unübersehbar geweckt hatte.

Vor allem die teils spektakulären Verläufe mit dramatisch schnellen Angst- und Stressreduktionen beeindruckten und beeindrucken die Beobachter. Als einer der Ersten, der in Deutschland mit diesen neuen Ansätzen in Berührung kam, schien es mir nach einigen Jahren intensiver Erfahrung nötig, die Klopftechniken von vielfältigem Ballast zu befreien. Es war aus psychotherapeutischer Sicht notwendig, die einzelnen Tools auf ihre Wirksamkeit und Wirkgenese hin zu untersuchen und terminologisch umzubenennen. Nicht nachvollziehbare Wirkhypothesen wurden über Bord geworfen und mit notwendigen Ergänzungen und Erweiterungen versehen. Daraus entstand PEP, die Prozess- und Embodimentfokussierte Psychologie.

PEP ist jedoch weit mehr als eine „Klopftechnik“. Neben der stress- bzw. emotionsregulierenden Funktion, der Diagnostik und Bearbeitung unbewusster Lösungsblockaden stellt ein dezidiertes Selbstwerttraining eine zentrale Säule dar. Mit PEP konnte eine Interventionsarchitektur kreiert werden, die sich sowohl in der emotionalen Selbsthilfe, also auch in der Therapie, sowie im Coaching als äußerst nützlich erwiesen hat.

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