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Race for Life – Marcel Herzog

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Published on Aug 2, 2018

«Die Angst vor dem Krebs wird ein Leben lang da sein.»

Bei Leni, dem Töchterchen von Marcel Herzog, Ex-Fussballgoalie (FC St. Gallen) wurde mit vier Monaten Krebs diagnostiziert.

«Was als Vater in einem vorgeht, wenn das eigene Kind im Babyalter eine solche Diagnose erhält, ist sehr schwer zu beschreiben. Man merkt ja, dass etwas nicht stimmt, ahnt an der Reaktion der Ärzte, dass es nicht harmlos ist. Trotzdem: An einem Tag war noch alles in Ordnung, am anderen sassen wir plötzlich in der Kinderkrebs-Abteilung und hofften, dass der Tumor in Lenis Hals operierbar war und der Krebs noch nicht gestreut hatte. Total surreal.»

«Am Anfang geht es vor allem darum, die Tatsachen zu akzeptieren. Das ist nicht immer einfach. Aber irgendwann muss man sich dem Prozess stellen, denn flüchten kann man nicht. Ich fand den Gedanken, so ein kleines Baby mit einer Chemotherapie zu «vergiften» furchtbar, aber es war nötig, damit Leni wieder gesund wird. Der Tumor war zu gross, um ihn zu operieren, hatte aber zum Glück noch nicht gestreut. Dann muss man einen Schritt nach dem anderen gehen. Unsere ältere Tochter war damals fünf. Wir haben ihr erklärt, dass ihre kleine Schwester krank ist und regelmässig ins Spital muss, um gesund zu werden. Während dieser Zeit wünscht man sich nichts mehr als Normalität. Und so blöd das klingt, wird auch der Krebs irgendwann zur Normalität. Am meisten Kraft gaben uns die beiden Mädchen. Leni lachte oft, wir hatten nicht das Gefühl, dass sie nur litt.»

«Es ist nicht einfach, über Krebs zu reden. Das liegt unter anderem daran, dass man vielleicht eine Reaktion provoziert, die man wirklich nicht will: Mitleid. Für mich und meine Frau war es aber immer wichtig, offen mit dem Thema umzugehen, um zu zeigen, dass es Situationen im Leben gibt, durch die man einfach durch muss. Niemand kann etwas dafür, wenn er krank wird. Und reden hilft. Wir haben auch sehr, sehr viel Unterstützung und Ermutigung erhalten, wofür ich sehr dankbar bin.»

«Wir sind jetzt in einer Phase, in der wir nichts tun können: Der Tumor ist weg, Leni geht es gut, aber als geheilt gilt sie noch nicht. Und die Angst davor, dass der Krebs zurückkommt, wird wohl ein Leben lang da sein.» #dufehlst #darueberreden #raceforlifeschweiz #raceforlife #rfl

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