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Ottfried Fischer hustet Alexeij Sagerer

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Published on Sep 30, 2008

27. März 1990, im Brum's, Dreimühlenstraße 30, München.

"Ottfried Fischer hustet Alexeij Sagerer" ist der sechste Teil des "Vereinskonzert am VierVideoTurm" von Alexeij Sagerer in der Veranstaltungsreihe "proT für die Welt" unter dem Titel "Das letzte alte Bier" mit Ottfried Fischer, (Kamera: Christoph Wirsing).

Süddeutsche Zeitung, 31. März/1. April 1990

HALLEN-VISIONEN UND ZUKUNFTSMUSIK
Eine eigennützige Wohltätigkeitsveranstaltung des Münchner proT. In gewisser Weise, sagt Alexeij Sagerer, kann man das „unmittelbare Theater und das „domestizierte Theater mit der Wildsau und dem Hausschwein vergleichen. „Wo das eine sein Sausein austrägt, trägt das andere Schnitzel. . Seit dem Abriß der Alabama-Halle ist sein Theater, das proT, obdachlos. Sagerer, der proTotyp eines nimmermüden Aktivisten, ließ deswegen den niederbayerischen Querkopf nicht hängen. Der Verfechter des unmittelbaren Theaters, des Theaters jenseits aller Konventionen, hat ein detailliertes Konzept für eine neue proT-Halle entworfen ein Konzept, das sogar dem Kulturreferat gefällt und das er jetzt zum erstenmal unmittelbar-musikalisch-theatralisch vorstellte. Mangels Halle in der Kneipe. Im Münchner Brums führte Sagerer als Conférencier durch eine multimediale Show pro proT.
Viel Tamtam am Viervideoturm: Wie in alten proT-Konzertzeiten liefen gemalte Filme über vier aufeinandergetürmte Monitoren. Stumme Farbenfilme, in denen sich Geschmiere bewegt, Pinselstriche tanzen, Kleckse kreisen und Tupfer hupfen. Bruno Jonas synchronisierte als Gast-Redekünstler die Video-Visionen mit bayerischen O-Tönen und wurde nicht müde zu bekunden: I mogn, den Alexeij! Ottfried Fischer dagegen hustete Sagerer etwas. In einer deftigen Parodie nahm der Kabarettist den proT-Macher und seine „Oh, oh Maiandacht-Rituale auf die Schippe; grummelte, brummte und krächzte schwitzend ins Mikrophon. Der Münchner Ex-Kulturreferent Jürgen Kolbe bediente sich da einer deutlicheren Sprache. „Laß uns eine Halle blasen, hallte es aus seinem Mund, und er hatte für diese Forderung so viele gute Gründe parat, dass eigentlich nur noch ein Halle-luja fehlte.
Und weil das Ganze noch Zukunftsmusik ist, trug Cornelie Müller diese proT-Pläne musikalisch vor: in einem Hallenkonzept-Konzert. Beschwörend fast sang sie den Traum vom Theaterraum und betete die kalkulierten Kosten als Litanei herunter.(...)

Christine Dössel

Mehr Informationen auf http://www.proT.de



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