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Robert Schumann : Marina Zviadadzé Haller: Gedichte der Maria Stuart, n° 4 et n° 5

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Published on Jun 2, 2010

Goethe-Institut Paris : Les mardis du Lied, 11 mai 2010
Marina Zviadadzé Haller, mezzosoprano
Karolos Zouganelis, piano

"An die Königin Elisabeth
Nur ein Gedanke, der mich freut und quält,
Hält ewig mir den Sinn gefangen,
So daß der Furcht und Hoffnung Stimmen
klangen,
Als ich die Stunden ruhelos gezählt.
Und wenn mein Herz dies Blatt zum Boten
wählt,
Und kündet, euch zu sehen, mein Verlangen,
Dann, teure Schwester, fasst mich neues
Bangen,
Weil ihm die Macht, es zu beweisen, fehlt.
Ich seh', den Kahn im Hafen fast geborgen,
Vom Sturm und Kampf der Wogen
festgehalten,
Des Himmels heit'res Antlitz nachtumgraut.
So bin auch ich bewegt von Furcht und Sorgen,
Vor euch nicht, Schwester.
Doch des Schicksals Walten
Zerreißt das Segel oft, dem wir vertraut."

"Abschied von der Welt (Fotheringhay)
Was nützt die mir noch zugemess'ne Zeit?
Mein Herz erstarb für irdisches Begehren,
Nur Leiden soll mein Schatten nicht entbehren,
Mir blieb allein die Todesfreudigkeit.
Ihr Feinde, lasst von eurem Neid:
Mein Herz ist abgewandt der Hoheit Ehren,
Des Schmerzes Übermass wird mich verzehren;
Bald geht mit mir zu Grabe Hass und Streit.
Ihr Freunde, die ihr mein gedenkt in Liebe,
Erwägt und glaubt, dass ohne Kraft und Glück
Kein gutes Werk mir zu vollenden bliebe.
So wünscht mir bess're Tage nicht zurück,
Und weil ich schwer gestrafet werd' hienieden,
Erfleht mir meinen Teil am ew'gen Frieden!"
Texte: Mary, Queen of Scots (1542-1586), traduction Gisbert von Vincke (1813-1892)

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