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2of3 WDR dok Herren ueber Tod und Leben - Nie wieder Krieg fuer Wirtschafts-interessen

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Uploaded on Jun 1, 2011

GUTE BESCHREIBUNG von ARD:

Nach dem Überfall auf die Sowjetunion im Sommer 1941 rückt hinter den Panzern der Wehrmacht und den mobilen Tötungskommandos der SS-Einsatztruppen die Deutsche Zivilverwaltung an.

An ihrer Spitze verdiente Parteigenossen, Gauleiter, Land- und Kreisräte, Juristen, Forst- und Finanzbeamte.

Ihre offizielle Aufgabe: Ausbeutung der Wirtschaft, Überwachung der Zivilbevölkerung, Zwangsarbeit. Doch zu den wichtigsten Aspekten ihrer Arbeit zählt von Beginn an die Ermordung der dort lebenden Juden und Zigeuner, sowie ab Herbst 1941 der aus dem Reich hierher deportierten deutschen Juden.

Fast alle kehrten unbehelligt nach Kriegsende in ihre bürgerlichen Berufe zurück, setzten ihre Karriere bis in höchste Ämter fort und erschufen die Legende von der sauberen Zivilverwaltung. Einer der führenden Köpfe der Zivilverwaltung in den besetzten Ostgebieten: Wilhelm Kube, Jahrgang 1883, praktizierender Christ, akademisch gebildeter Humanist, kultiviert, Familienmensch. Bei seiner "Blutarbeit im Osten", wie er die Arbeit der Zivilverwaltung pathetisch nennt, ist er Herr über Tod und Leben, befiehlt und organisiert Massentötungen von vielen tausend Juden.

Im September 1943 fällt er in Minsk einem Bombenattentat zum Opfer. Seine Frau und seine Söhne überleben den Anschlag wie durch ein Wunder unverletzt. Hier geben sie erstmals Auskunft über den Ehemann und Vater und die gemeinsame Zeit in Minsk.

Dreharbeiten an den Originalschauplätzen der Massenmorde, unbekanntes Filmmaterial und Dokumente aus russischen und baltischen Archiven belegen die Rolle der deutschen Zivilverwaltung beim Judenmord und geben Antwort auf die Frage, wie aus normalen deutschen Männern zuverlässige Mittäter wurden, die bereit waren, an dem Undenkbaren mitzuwirken - der Vernichtung von Millionen von Menschen.

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HINTERGRUND INFO

Deportationen, die Einrichtung von Ghettos vor allem im besetzten Polen und die Haftbedingungen in den Arbeitslagern (KZ) nahmen bereits zahlreiche Todesopfer unter den Betroffenen in Kauf. Zudem ermordeten eigens dazu aufgestellte Einsatzgruppen von September bis Dezember 1939 etwa 60.000 Angehörige der polnischen Führungsschicht, darunter etwa 7.000 Juden, um polnischen Widerstand gegen die deutsche Besetzung zu unterbinden. Dies zeigte den Vernichtungswillen der Nationalsozialisten in den eroberten Gebieten.

Ab Frühjahr 1940 favorisierte das NS-Regime den schon im November 1938 angedachten Madagaskarplan. Dieser sah eine Zwangsaussiedelung von bis zu 5,8 Millionen überwiegend osteuropäischen Juden in die damalige französische Kolonie Madagaskar vor. Heinrich Himmler arbeitete den Plan im Mai aus. Heydrich schrieb dazu an Joachim von Ribbentrop am 24. Juni 1940:

"Das Gesamtproblem -- es handelt sich bereits um rund 3 1/4 Millionen Juden in den heute deutscher Hoheitsgewalt unterstehenden Gebieten -- kann durch Auswanderung nicht mehr gelöst werden; eine territoriale Endlösung wird daher notwendig."

Mit Kriegsbeginn am 22. Juni 1941 eskalierte die staatliche Judenverfolgung. Ab dem 24. Juni 1941 begannen die Einsatzgruppen mit systematischen Massenerschießungen von jüdischen Männern auf sowjetischem Gebiet.

In den überfüllten polnischen Ghettos, die Hitler als „Durchgangslager" für die endgültige Abschiebung ihrer Bewohner ansah, starben bereits Zehntausende an Hunger und Seuchen. Damit wuchs die Bereitschaft, die „Endlösung" früher, schneller und mörderischer durchzuführen. So schrieb der für Posen verantwortliche SS-Sturmbannführer Rolf Heinz Höppner am 16. Juli 1941 an Eichmann:[

„Es besteht in diesem Winter die Gefahr, daß die Juden nicht mehr sämtlich ernährt werden können. [...] Es ist ernsthaft zu erwägen, ob es nicht die humanste Lösung ist, die Juden, soweit sie nicht arbeitsfähig sind, durch irgendein schnell wirkendes Mittel zu erledigen."

Am 29. Juli 1941 traf der Lagerkommandant von Auschwitz, Rudolf Höß, in Berlin mit seinem Vorgesetzten Himmler zusammen, der ihm Monate zuvor den Lagerausbau befohlen hatte. Nach 1945 schrieb Höß, er habe bei diesem Treffen den Befehl zur „Massen-Vernichtung der Juden" erhalten.[

Die laufende Massenvernichtung der sowjetischen Juden wurde auf alle Juden Europas ausgedehnt und mit neuen Mordmethoden forciert. Dies zeigt eine Rede Hans Franks, des Generalgouverneurs in Polen, vom 16. Dezember 1941: „Mit den Juden -- das will ich Ihnen auch ganz offen sagen -- muß so oder so Schluß gemacht werden. [...] Wir müssen die Juden vernichten, wo immer wir sie treffen und wo es irgend möglich ist, um das Gesamtgefüge des Reiches hier aufrecht zu erhalten. [...] Diese 3,5 Millionen Juden können wir nicht erschiessen, wir können sie nicht vergiften, werden aber doch Eingriffe vornehmen müssen, die irgendwie zu einem Vernichtungserfolg führen, und zwar im Zusammenhang mit den vom Reich her zu besprechenden großen Maßnahmen."

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