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Lost in Deutschland 25: Anglizismen

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Published on Jul 25, 2011

Es ist 17:30 und die U-Bahn - oder Straßenbahn, oder Stadtbahn, oder Was-Auch-Immer-Bahn - ist voll. Überall klingeln lauter Mobiltelefone, deren sich beanzugte Typen mit gegellten Haaren bedienen.

„...sorry, Mensch. Das hatte ich nicht realisiert. Bin gleich bei dir, dann können wir drüber talken. Bye!"

„... ja, aber von der Compatibility her ist das ganz easy... Einfach nur eine Frage von Learning by doing, damit man alle Issues beseitigt."

„Genau... Den muss ich gleich vom Airport abholen... Nee, wir haben ein Catering für den Evening reingeordert... Richtig, sowie beim letzten Mal, schön mit Finger Food."

Der eine redet lauter als das andere. Die ganze Bahn soll nämlich mitkriegen, dass diese Haudegen der deutschen Wirtschaft mit Ihren Blackberrys und Huge-Boss-Brieftaschen so international, so kosmopolit sind, dass sie ihre eigene Sprache kaum mehr können.

„Pure Angeberei", denke ich mir.

Dann klingelt's bei einer etwas älteren Dame, die ungeübt mit den beiden Händen drückt, um den Anruf anzunehmen und das Gerät langsam zum Ohr führt.

„Ja hallo? Ah Frau Brauer, ich grüße Sie! Ja, ganz gut... Nein, ich war gerade in der City; es waren nämlich die Sales... Genau, ausgeshoppt. Mein wird nicht gut mir zu sprechen sein... Nee, Sie erreichen mich jetzt übers -- wie heißt das Ding noch - übers Handy. Ja, hat mir meine Tochter vor einiger Zeit geschenkt..."

Musik: Alexander Blu - Man with long hair

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