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LOST PLACES: Villa Viktoria- Stift | Deutschland (Urban Exploration)

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Published on Jul 7, 2011

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Jeder betritt das Gelände freiwillig und auf eigene Gefahr, wir übernehmen keine Haftung.

! Hinweis !

Das betreten von solchen Gebäuden wie z.B. alte Villen, Fabriken, Gebäude, Hochhäuser sowie Denkmäler und so weiter, ist nur mit ausdrücklicher Erlaubnis der Besitzer gestattet. Wenn dies jedoch nicht beachtet wird, kann das Folgen haben, wie z.B: Anzeigen oder sogar einer Freiheitsstrafe !

Der Viktoriastift in Finkenbach-Gersweiler ist ein großes Landgut des Donnersbergkreises in Rheinland-Pfalz

Das ehemals prächtige Hofgut des Finkenbacher Kaufmannes Heinrich Lieser und spätere Kindererholungsheim, NSV-Müttergenesungsheim, Landesumschulungshof sowie Altenheim und Siechenhaus, lässt heute seinen früheren Glanz nur noch erahnen.

Die schlossartige, großzügige Dreiflügelanlage, wurde in den Jahren 1919 bis 1922 nach den Plänen des Ludwigshafener Architekten August Greifzu für den gebürtigen Finkenbach-Gersweilerer Kaufmann Heinrich Lieser im neubarocken Stil erbaut. Das Bauwerk besteht aus zwei landwirtschaftlichen Zweckbauten, links eine große Scheune mit bergseits befahrbaren Hochtennen, rechts ein großes Verwaltungsgebäude mit ausgedehnten Stallungen und Schlachthaus, sowie das höhergelegene, alles überragende Herrenhaus. Das Herrenhaus vereinigt auf klassische Weise Stilelemente der Epoche des Historismus. Ein barock gestalteter sechseckiger Dachreiter beherrscht mit einem Drittel der Gesamthöhe das ganze Gebäude und prägt das Aussehen. Die Veranda misst mehrere hundert Quadratmeter. Eine Sandsteinbrüstung mit Blumenbecken und Vasenbekrönung zierte sie einst.
Das Portal mit Eichenholztür, etwas in die Gebäudefront zurückversetzt und durch eine offene Vorhalle mit vier geschosshohen Halbsäulen betont und gegliedert, wird von einem schmal überstehenden Balkon optisch hervorgehoben und außerdem durch einen barock geschwungenen Giebel in der Wirkung verstärkt. Im Innern der Villa befindet sich eine doppelgeschosshohe Empfangshalle, die an Rücken und Seite eichenholzvertäfelt, mit reichen Stuckarbeiten und einer Kaminimitation aus Sandstein versehen ist. Vier neubarocke Rundsäulen fangen unter zwei Gewölben die Last des Dachgeschosses ab. Ein Blick nach oben zeigte eine Stuckdecke mit Verzierungen und Kronleuchter. Eine Holztreppe führt ins erste Geschoss. Dort gruppieren sich rund um die Halle, die einzelnen, mit hölzernen Kassettendecken und Parkettböden ausgeschmückten Räume.

Heinrich Lieser, der Erbauer des Landgutes, geboren im Dezember 1891 als Sohn armer Taglöhnerleute in Finkenbach-Gersweiler brachte es als Eisenwarenhändler zu einem großen Vermögen, welches ihm ermöglichte in Finkenbach circa 120 Tagewerk Feld zu kaufen und darauf sein Hofgut zu erbauen. 1926 ging Lieser in Konkurs und das Hofgut wurde an die Kinderheilanstalten in Bad Kreuznach verkauft.

Nach der Schließung des Altenheimes erfolgte 1972 die Veräußerung der Hofanlage, zusammen mit über 60 Hektar Land. Seit Anfang der 1990er-Jahre stehen die Gebäude unter Denkmalschutz und das Ensemble der Gebäude wird zusätzlich als Denkmalschutzzone geführt. Seitdem wurden verschiedene Sanierungs- und Baussicherungsmaßnahmen vorgenommen, die unter den Vorgaben und in Abstimmung mit der Oberen und Unteren Denkmalschutzbehörde ausgeführt wurden. Das Herrenhaus erhielt ein vollständig neues Schieferdach und neue Dachrinnen. Im Jahr 2003 wurden Teile des Daches des Verwaltergebäudes völlig neu aufgebaut, alle schadhaften Stellen am Gebälk ausgetauscht und die Dachrinnen vollständig erneuert. Das dritte Gebäude, die so genannte Scheune, war dann 2005 Gegenstand von Bausicherungsmaßnahmen, in deren Verlauf eine tragende Mauer und ein großer Anteil des Gebälks und des mittleren Dachteils vollständig neu aufgebaut wurden. Das Landesamt für Denkmalschutz hat diese Maßnahmen auch finanziell unterstützt.

PS: Dieser Ort ist nicht nur bei Urban Explorer sehr beliebt, sondern auch bei Geocachern ! uns sind welche entgegen gekommen

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