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Der feurige Engel von Sergej Prokofjew

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Published on Dec 28, 2010

Oper in fünf Akten. Libretto vom Komponisten nach dem Roman von Waleri Brjussow

Die Musik in Sergej Prokofjews großer Oper Der feurige Engel öffnet Welten. Kaum eine Partitur des frühen 20. Jahrhunderts ist so reich an Farben, Einfällen und einzigartigen musiktheatralischen Situationen. Prokofjews Tonsprache elektrisiert und lässt den Zuhörer staunen. Der russische Komponist arbeitete von 1919 bis 1927 an seiner Oper, obwohl er keinen Auftrag eines Opernhauses hatte. 1928 arbeitete er Teile des Werkes zu seiner Dritten Symphonie um. Die Oper wurde tatsächlich erst nach Prokofjews Tod uraufgeführt, konzertant in Paris 1954 und szenisch im Jahr 1955 am Teatro La Fenice, Venedig. Die Handlung spielt in der Umgebung Kölns um das Jahr 1534. Der Ritter Ruprecht verfällt Renata, die sich von Dämonen verfolgt fühlt. Sie visioniert einen feurigen Engel, Madiel, dem sie sich erotisch hinzugeben bereit ist. Ruprecht und Renata ziehen gemeinsam durch das Zeitalter der Gegenreformation, studieren Schriften der schwarzen Magie, begegnen dem Alchemisten Agrippa von Nettesheim, treffen gar auf Faust und Mephisto. Das Geschehen eskaliert, als Renata glaubt, im Grafen Heinrich den feurigen Engel gefunden zu haben. Sie bringt Ruprecht dazu, den Grafen zum Zweikampf zu fordern. Ruprecht wird schwer verwundet. Renata sucht schließlich in einem Kloster Ruhe. Doch auch dort lassen ihre erotischen Visionen nicht nach. Vom Großinquisitor wird sie zum Tode verurteilt. Prokofjews Meisterwerk bietet viel mehr als nur eine historische Milieuschilderung der Zeit um 1534. Die physisch überaus anstrengende Rolle der Renata ist eine faszinierende, frühe psychologische Fallstudie. Durch die schonungslose Darstellung Renatas als erniedrigte und geschundene Kreatur, die sich wütend und hilflos den Kopf an der Gesellschaft wund stößt, ist Prokofjews Feuriger Engel ein Pendant zu Alban Bergs gleichzeitig entstandener Oper Wozzeck, so die Spezialistin für die russische Oper Sigrid Neef.

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