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Lost in Deutschland 10: Bier

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Published on Jun 6, 2011

"Was ist das denn für ein Scheiß? Willste mich verarschen?"

So wurde ein deutscher Bekannter von mir angemacht, als er während eines auf sein Studium bezogenes Auslandsjahr in London seinen ersten Freitagabend-Dienst als Barkeeper in einer englischen Kneipe verrichtete.

Sein Fehler? Er hätte nicht genug Bier eingeschenkt ins Pint-Glas, so zumindest der glatzköpfige, seinen Riesenbauch mit einem Fußballtrikot überspannende englische Kunde. "Wie meinen Sie, mein guter Herr? Ich habe doch ordentlich eingeschenkt."

"Nein, haste nicht. Da ist noch Schaum drauf. Siehste nicht mehr richtig? Soll ich dir vielleicht mal eine Runde deine Hackfresse polieren, bis du da wieder durchblickst?"

So lernte der Freund schnell, dass der Engländer beim Biertrinken die Quantität der Qualität vorzieht. Schaum gilt hierzulande als unverzichtbarer Beweis, dass das Bier noch frisch ist. In England ist er eine unerwünschte Nebenerscheinung, die Platz im Glas in Anspruch nimmt.

Denn in Deutschland wird Bier aus Qualitätsgründen gerne kleiner verkauft: Man lässt sich dann noch eins bringen, frisch gezapft, wenn man ausgetrunken hat. Diese Strategie ist völlig sinnlos auf der Insel: In England erntet derjenige, der ein "half pint" bestellt nur Spott. Er wird von den Kumpels als "Tante" bezeichnet, muss zudem öfter aufstehen und anstellen: Und das Bier ist ja sowieso nicht frisch.

Warum trinken denn Engländer überhaupt noch Bier? Und warum schmeckt es in Deutschland so viel besser?

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