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Interview mit Hermann von der "Frei-Land-Stiftung Mutter Erde"

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Published on Feb 2, 2013

Ein Interview von Anke Rochelt mit Hermann Dohemann, dem Gründer des Projektes "Frei-Land-Stiftung Mutter Erde" in der Nähe von Sulingen.
Hermann ist ein 76-jähriger alt-eingesessener Bauer, der auf einer Wiese neben seinem Eltern-Haus schon seit Jahrzehnten vorleben möchte, was Respekt vor Mutter Erde bedeuten kann: Daß Mutter Erde nicht käuflich sein darf, und daß wir Menschen uns in passender Weise in ihre Lebens-Zusammenhänge einordnen müßten, statt schädlicher Eigenwilligkeit und Ausbeutung... 'Freiheit für soziale und ökologische Verantwortlichkeit', wie es u.a. auch von Silvio Gesell vertreten wurde... Hermann hat eine recht weite Band-Breite von Ideen im Kopf: Das reicht einerseits von Absichten, eine Werkstatt zur Entwicklung von ökologisch angepaßter Technologie für den Garten- und Land-Bau einzurichten, bis hin zu Träumen auf der anderen Seite von sehr weit gehender 'Natur-Verschmelzung', wie es über 'Anastasia in Sibirien' erzählt wird... "Eigentlich versorgt uns die Natur so gut mit allem, daß wir jedenfalls nichts Unverantwortliches tun müßten; letztlich wird uns alles geschenkt und sollten wir entsprechend damit umgehen," ist Hermanns Überzeugung. Er hat einige Grund-Stücke "frei-gekauft", die er an gemeinnützige Vereine übertragen hat, auch an einen Verein von Schenker-Bewegung. Bei der ersten derartigen Besitz-Übertragung erklärte er dem betreffenden Verein, daß im vorhandenen Gesellschafts-System oft 'wirtschaftliche Interessen vor die Verantwortung gestellt würden', während aber eigentlich 'die Verantwortung an der ersten Stelle stehen müsse'... Hermann ist entschiedener Tier-Freund und Vegetarier. Auf seinem Grundstück sollen keine Tiere geschlachtet werden. Er hat auch einige Pferde bei sich aufgenommen (sozusagen als 'Gnaden-Hof'), um sie vor Schlachtung zu bewahren. Einer seiner Sprüche lautet: "Mach deine Tier-Liebe wahr - lebe vegetarisch." Als Hermann einmal mit-erlebte, wie in seinem Wald-Stück bei einer Treib-Jagd die Treiber wild grölten, so daß er 'sich schämte, zur Gattung Mensch zu gehören', und hinterher von den Behörden sogar noch einen Brief bekam, er würde das Wild vertreiben, indem er dort auf seinem Grundstück lebe, stellte er folgendes Schild auf: "Freiland-Stiftung Gottes Erde. Lustmörder wie Jäger und Angler sollten das Grundstück möglichst meiden. Ebenfalls Kreaturen, die dem Unrechtsstaat zustimmen. Naturfreunde und Vegetarier gern willkommen. - Im Auftrage Gottes, Hermann Dohemann." Wobei Hermann aber auch ein sehr umgänglicher Mensch ist und nicht mit letzter Sicherheit behaupten will, daß das Jagen nicht doch auch irgendwie einen Sinn und Verantwortung haben könne... Aber er will auf Bewußtseins-Widersprüche bei den Menschen hinweisen. Z.B. auch durch den Spruch, den er mal auf seinen Klein-Bus schrieb: "Weihnachtsfest - das Fest der Liebe? -- Ein Riesen-Schlachtefest!" Was die innere Motivations-Lage in den Menschen angeht, sieht Hermann es z.B. so: Im Indien zur Zeit von Mahatma Gandhi konnte es dazu kommen, daß die Menschen bei einer Widerstands-Bewegung wie von Gandhi mit-machten, um aus der Armut zu entkommen. Aber im heutigen Europa seien die Menschen zu sehr in Konsum-Komfort gefangen und wollen da nicht nennenswert raus-rutschen. Und der Staat agiere auch sehr geschickt: Er lasse den Menschen gerade genug, so daß sie nicht bzw. nicht zu sehr rebellieren - und möglichst effektiv ausgebeutet werden können, und das auch wenn die Erde dabei kaputt gehe...
Als Freunde von Hermann mal meinten, man solle ihn zum Bundeskanzler wählen, meinte Hermann, er würde dann aber das Gehalt des Niedrigst-Verdienenden der Bevölkerung haben wollen, und bei so einer Aufgabe solle man zur Hingabe des Lebens bereit sein für das, was man den Menschen sage, und es sei anzustreben, den Staat abzubauen (zumindest bis auf ein unvermeidbares Mindest-Maß) durch die Schaffung echter Demokratie... Er selbst schrieb auf seinen Wahl-Zettel als Begründung, warum er nicht wähle: "Ich kann die gut bezahlten Theaterspieler der Hoch-Finanz nicht wählen." ---- So lebt Hermann auf seinem Stück Erde, mit dem Grund-Anspruch, daß Menschen, die sich nach Kräften um ein verantwortliches Leben bemühen, auch das Recht haben, auf Mutter Erde angesiedelt zu sein - und es zumindest von anderen nicht mit Gewalt verwehrt bekommen dürften... Anke, Öff Öff und andere Mit-Idealisten von Schenker-Bewegung haben ihm zugesagt, sich für das Projekt mit einzusetzen, so daß Hermanns Ideen dort möglichst auf-blühen können... Weitere solidarische oder mit-machende Menschen werden gesucht...

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