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Altersarmut - "Millionen Renten unterhalb der Grundsicherung" - Tobias Weißert - Rententagung (1/3)

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Published on Feb 1, 2017

Rententagung in Frankfurt - Tobias Weißert & Prof. Rainer Roth - Rhein-Main-Bündnis gegen Sozialabbau und Billiglöhne, KLARtext6 e.V. & AktivistInnen u.a. aus vier attac-Ortsgruppen, Erwerbslosengruppen, Gewerkschaftern, Linken usw.
Wer 2017 bei einer 38,5 Stundenwoche den Mindestlohn von 8,84 Euro verdient, müsste nach dem Stand von heute ununterbrochen 67 Jahre arbeiten, um 1.000 Euro Rente brutto zu erhalten; wer 10 Euro verdient, bräuchte dafür 59 Jahre; bei 12 Euro wären es 49 Jahre.

Erst mit 15 Euro hätte man nach 42 Arbeitsjahren einen Anspruch auf 1.000 Euro brutto und nach Abzug der Kranken- und Pflegeversicherung gerade mal 895 Euro zur Verfügung.
Eine wachsende Zahl von Lohnabhängigen kann nicht einmal eine Rente erarbeiten, die über der Grundsicherung liegt.
Dieses Rentensystem gilt z.B. in den Augen der Konzernherren der Metall- und Elektroindustrie, die ihren ehemaligen Konzernchefs wie z.B. Winterkorn (VW) Renten von ca. 3.100 Euro TÄGLICH = ca. 100.000 Euro im Monat zahlt als fair und gerecht...

Die gravierendsten Zerstörungen des Sozialsystems durch die Hartz IV Gesetze wurden durch die radikalen Einschnitte in die Arbeitslosenversicherung und die Rentenversicherung bewirkt. Während die Abschaffung der Arbeitslosenhilfe und deren Ersetzung durch die viel zu niedrige Grundsicherung sofort sichtbar wurde, vollzieht sich der Abbau der Renten über einen länger laufenden Prozess.
Inzwischen wird aber das Elend, das vielen Millionen droht, deutlich sichtbar.
Allein im letzten Jahr sind die staatlichen Ausgaben für die Grundsicherung von Rentnern um 8,5 Prozent gestiegen.
Im Verhältnis zu 2011 schon insgesamt um 35 Prozent
FAZ (11.10.2016).

Das ist erst der Anfang einer sich beschleunigenden Entwicklung. Die durchschnittliche Neurente betrug 2015 nur noch 730 Euro und sie soll noch weiter sinken.
Gleichzeitig soll die Lebensarbeitszeit weiter angehoben werden. Diese Entwicklung stößt in der arbeitenden Bevölkerung auf Wut und breite Ablehnung.
Die Herrschenden spüren das und wollen mit „Reförmchen“ die Stimmung beruhigen.
Gleichzeitig wollen sie das Rententhema aus dem Wahlkampf heraus nehmen.
Diesen Gefallen dürfen wir ihnen nicht tun. Das Rentendesaster muss intensiv thematisiert und den Herrschenden um die Ohren gehauen werden.
Das wird von vielen Mitstreiterinnen und Mitstreitern in sozialen Bewegungen gesehen und erste Zusammenschlüsse beginnen sich zu bilden.

Das Rhein-Main-Bündnis gegen Sozialabbau und Billiglöhne hat seit 2012 das Rententhema immer wieder intensiv diskutiert.
Wir sehen im Augenblick eine echte Chance, starken Druck von unten aufbauen zu können. Das kann aber nur gelingen, wenn viele gemeinsam an einer solchen Kampagne unter einheitlichen Forderungen mitwirken.

Mehr Infos: http://www.klartext-info.de/flugblaet... , http://www.klartext-info.de/

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