Und wenn der Fahnenträger fiel
Die Fahne darf nicht fallen
Und uns verwirrt nicht Geld noch Ruhm
Die Fahne bleibt uns Heiligtum
Uns allen
Wir lassen von der Fahne nicht
Ob mancher wund zusammenbricht
Man nahm uns alles Geld und Gut
Wir geben mehr noch, rotes Blut
Doch bis zum Letzten gilt die Pflicht
Wir lassen von der Fahne nicht
Wir reißen höher sie empor
Wenn sie sich tief gesenkt hat
Auf eines Bruders Totenmal
Und heller glüht nur ihr Fanal
Wenn Blut sie neu getränkt hat
Wir lassen von der Fahne nicht
Wir fühlen zehnfach das Gewicht
Die Leiber, die erstarrt im Grab
Daß Deutschland endlich Sonne hat
Ein Wort nur dauert vorm Gericht
Wir lassen von der Fahne nicht
Die Fahne, die weht immerdar
Wenn Fäuste sie umkrallen
Und Blumen blühen aus rotem Blut
Die Fahne bleibt uns höchstes Gut
Uns allen
Wir lassen von der Fahne nicht
Und wenn auch Herz und Auge bricht
Kamerad, schon manches Toten Hand
Vor dir den Fahnenschaft umwand
Aufleuchtet groß ein Opferlicht
Wir lassen von der Fahne nicht
Heinrich Anacker