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Joseph Süß · Theater Krefeld und Mönchengladbach

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Published on Jan 25, 2012

Joseph Süß

Oper in dreizehn Szenen
Libretto von Werner Fritsch und Uta Ackermann
Musik von Detlev Glanert (*1960)


Erstmals am Theater Krefeld und Mönchengladbach


Musikalische Leitung: Kenneth Duryea
Inszenierung: Jan-Richard Kehl
Bühne und Kostüme: Frank Hänig
Choreinstudierung: Maria Benyumova
Choreografie: Annett Scholw
Dramaturgie: Ulrike Aistleitner


Joseph Süß Oppenheimers Leben (1698--1738) verlief hochdramatisch: In Heidelberg als Sohn einer jüdischen Kaufmannsfamilie geboren, machte er als Finanzbeauftragter Karriere am Württembergischen Hof. Doch ein Jude als Berater des katholischen Herzogs Karl Alexander war vielen ein Dorn im Auge. Nach dem plötzlichen Tod des Herzogs schlug diese Skepsis in Antisemitismus um: Wegen Hochverrats, Majestätsbeleidigung und zahlreicher anderer Verbrechen wurde Oppenheimer festgenommen, angeklagt und am 4. Februar 1738 am Galgen gehenkt.

Hundert Jahre nach dem Erscheinen der Novelle von Wilhelm Hauff (1827) wurde vor allem der Roman Jud Süß (1925) von Lion Feuchtwanger berühmt. 1940 gaben die Nationalsozialisten bei Regisseur Veit Harlan einen antisemitischen Propagandafilm in Auftrag, der gegen den „jüdischen Dämon" Oppenheimer aufhetzte. Bei der Berlinale im Februar 2010 präsentierte Regisseur Oskar Roehler dann seinen Film Jud Süß -- Film ohne Gewissen, der sich wiederum mit der Entstehung von Harlans Film auseinandersetzt.

Das Libretto des Autorenduos Werner Fritsch und Uta Ackermann zu Detlev Glanerts Oper Joseph Süß versucht die Rehabilitation Joseph Süß Oppenheimers. Ausgehend von der Situation des im Kerker auf seine Hinrichtung Wartenden schildert es in filmartigen Rückblenden die einzelnen Stationen seines Werde- und Untergangs.
Detlev Glanerts Musik ist voller dramatischer Wucht und assoziativer Bildhaftigkeit, so dass für den Hörer ein sinnliches akustisches Tableau entsteht.
Die Oper Joseph Süß wurde am 13. Oktober 1999 in Bremen uraufgeführt und seither an mehreren Theatern erfolgreich gespielt.

Die Produktion wird gefördert im Rahmen des Fonds Neues Musiktheater.


Vorstellungsdauer: ca. 1:30 Stunde, keine Pause

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