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Beuys Brock Vostell im ZKM - Das Haus des Tauben (1977) von Wolf Vostell

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Published on Nov 4, 2014

Zu sehen ist Das Haus des Tauben von Wolf Vostell aus dem Jahr 1977 in der Ausstellung Beuys Brock Vostell im ZKM | Zentrum für Kunst und Medientechnologie in Karlsruhe im Mai 2014.

Beuys Brock Vostell
ZKM 24 Mai − 9 November 2014

Mit der Ausstellung Beuys Brock Vostell vertieft das ZKM seine thematischen Schwerpunkte Performativität und Partizipation.

Erstmals werden die drei bedeutenden deutschen Aktionskünstler der Nachkriegsmoderne Joseph Beuys, Bazon Brock und Wolf Vostell gemeinsam in einer groß angelegten Schau präsentiert. Die befreundeten Künstler, die bei wichtigen Aktionen und Ausstellungen in den 1960er-Jahren gemeinsam aufgetreten sind, bildeten aus der Erfahrung des Krieges ihre eigenen stilbildenden Positionen und verfolgten dabei die radikale Emanzipation des Individuums und die Reform bzw. Revolution des Lebens. Durch die gemeinsame Präsentation der drei verschiedenen Positionen der Performativität wird eine neue Perspektive auf die heute in allen Museen der Welt hofierten performativen Künste erarbeitet.

Die Ausstellung zeigt, dass die drei Aktionskünstler auf ihre jeweils Weise einflussreiche wie stilbildende Positionen der Performativität geschaffen haben und an der Bildung eines erweiterten Werkbegriffs beteiligt waren − etwa der Skulptur als Handlung und der Einbeziehung des Publikums. Darüber hinaus wird sichtbar, dass alle drei Künstler in der Auseinandersetzung mit dem Zweiten Weltkrieg und seinen Folgen einen gemeinsamen thematischen Schwerpunkt aufweisen. Eine weitere Parallele zwischen Joseph Beuys, Bazon Brock und Wolf Vostell besteht in der Neudefinition der Lehre − ein Aspekt, der auch in der Ausstellung nachvollziehbar wird. Die drei Künstler erfanden die Lehre als Aufführungskunst, in deren Mittelpunkt das Vermitteln und Aufklären, das Agieren und Agitieren sowie die Diskussion und die Demonstration stehen. Ausgelöst durch Aktionen, Bilder und Reden sollte eine Bewusstseinsveränderung des Betrachters erreicht werden, die zum übergeordneten Ziel der radikalen Emanzipation des Individuums führen sollte. Im Mittelpunkt der Aktionen und Demonstrationen von Beuys, Brock und Vostell stehen demnach die Zivilgesellschaft und die Demokratie. Nachdem sich die Künstler in den 1950er-Jahren verstärkt auf die Vergangenheit, insbesondere den Holocaust, bezogen haben, war in den 1960er-Jahren der Entwurf sozialer Utopien ihr gemeinsames Anliegen − wenngleich der Weg dorthin sehr unterschiedlich beschritten wurde.

Texte von ZKM Homepage, 2014.

Beuys Brock Vostell
ZKM May 24 − November 9, 2014

Joseph Beuys, Bazon Brock and Wolf Vostell, the three most important German Action artists of postwar modernity, will be presented for the first time together in a large-scale group exhbition. The artists, all of whom were friends and who ap- peared together at important actions and exhibitions throughout the 1960s, evolved their own unique style-defining approaches, thereby pursuing the radical emancipation of the individual and the reform or revolution of life. A new perspective on performa- tive arts is evolved by way of the joint presentations of these three different approaches to performativity, today courted in all museums of the world.

The exhibition shows that, each in their own way, the three action artists created influential and formative stylistic approaches to performativity, and contributed to the formation of an augmented concept of the work – such as sculpture as action and the inclusion of the public. It becomes apparent, furthermore, that all three artists share a common thematic focal point in their critical assessment and treatment of the Second World War and its ramifications. A further aspect shared by Joseph Beuys, Bazon Brock and Wolf Vostell that becomes understandable in the exhibition, is the new definition of teaching. The three artists con- ceived of teaching as the art of performance the core of which was mediation and enlightenment, action and agitating as well as discourse and demonstration. Initiated by actions, images and discourse, a trans- formation of viewer consciousness is then achieved which leads to the radical emancipation of the individual. Accordingly, civil society and democracy constitute the core of Beuys’, Brock’s and Vostell’s actions and demonstrations. Whereas artists of the 1950s attributed greater significance to the past, especially to the Holocaust, their common con- cerns during the 1960s were the conception of social utopias – even though their various approaches towards this mutual goal took very different forms.

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