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Putsch gegen die deutsche Einheit 1990 (Teil 2)

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Uploaded on Sep 26, 2010

Hätte Russlands Militär beinahe die Wiedervereinigung verhindert?
Anfang September 1990 stehen die Zeichen in der Sowjetunion auf Sturm: Truppen werden nach Moskau verlegt - die Gegner Gorbatschows formieren sich. Was hätte ein früherer Putsch für Deutschlands Wiedervereinigung bedeutet?
Sinn und Auftraggeber des geheimen Aufmarschs in Moskau bleiben jahrelang im Dunkeln. Ein Militärsprecher erklärt, die Soldaten seien lediglich zur "Kartoffelernte" beordert worden. Tatsächlich aber handelt es sich um ein brisantes Manöver hochrangiger Gorbatschow-Gegner aus Militär und Geheimdienst. Sie halten das sowjetische Ja zur deutschen Wiedervereinigung für falsch.
Bereits am 9. September 1990 kündigt sich der Putschversuch an: Michail Gorbatschow kehrt von der Gipfelkonferenz in Helsinki zurück. Er war dem US-Präsidenten George Bush sen. weit entgegen gekommen und gab grünes Licht für dessen Kriegspläne gegen Saddam Hussein. Für das russische Militär eine offene Provokation.
Auf dem Rückflug "begleiten" siebzig Flugzeuge den Präsidenten nach Moskau. Zwei bis an die Zähne bewaffnete Regimenter mit je 1200 Mann sind an Bord der Maschinen. Eigentlich dürfen neben der Präsidentenmaschine keine militärischen Flugzeuge zeitgleich in der Luft sein. Weiß Gorbatschow bereits zu diesem Zeitpunkt, dass er in Gefahr ist?
In der Nacht vom 9. auf den 10. September 1990 droht aus der russischen Provinz Gefahr: Mehrere Regimenter Fallschirmjäger sind mit unbekanntem Auftrag auf dem Weg in die Hauptstadt. Weitere Divisionen werden in Gefechtsbereitschaft versetzt. In zwei Tagen soll in Moskau der Zwei-plus-Vier-Vertrag zur deutschen Einheit unterzeichnet werden.
Einige Offiziere, Anhänger von Gorbatschows Perestrojka, beschließen, Gorbatschow zu warnen - und zwar persönlich in einer Sitzung des Obersten Sowjets. Die Nachricht verfehlt ihre Wirkung nicht: Putschgerüchte verbreiten sich. Das Militär sieht sich gezwungen, eine Erklärung für die Truppenbewegungen abzugeben. Zunächst wird behauptet, bei dem Manöver handele es sich um eine Übung. In einer zweiten Rechtfertigung heißt es, die Soldaten unterstützten die Kartoffelernte.
Die Unterzeichnung des Zwei-Plus-Vier-Vertrags wird in letzter Minute ohne Angaben von Gründen um zwei Stunden vorverlegt. Die Delegationen aus dem Westen erfahren nichts über die bedrohliche Truppenpräsenz in der Hauptstadt. Und genau so schnell, wie sie gekommen sind, verschwinden die Soldaten wieder aus Moskau.
Im August 1991 kommt es tatsächlich zum Putsch der Militärs gegen Gorbatschow. Allerdings ohne nachhaltigen Erfolg, weil Boris Jelzin seine große Stunde hat und die Demokratie verteidigt.

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