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East-Side-Gallery Grossdemo vom 3.3.2013 Berlin 50.000 Demonstranten

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Published on Mar 3, 2013

Tausende demonstrierten heute an der Spree" East Side Gallery " gegen den abriss der Berliner Mauer an der Spree . Ein 15 stöckiges Luxuswohnhaus soll dort errichtet werden .Auch Ströbele war vor Ort und hielt seine Rede gegen den Abriss der Mauer.
Nicht mit uns,sollen die Reichen doch auf den Mond ziehen und dort glücklich werden .
Tausende Touristen reisen nach Berlin um die Berliner Mauer im original zusehen uvm.
Ein JA zur East Side Gallery. Das Spreeufer ist für ALLE da ! Wir sind das Volk !
BZ vom 4.3.2013 :East Side Gallery
6000 Menschen bei Demo gegen Teil-Abriss
Aus aller Welt kamen die Demonstranten. Der Investor will den Abriss nach den Protesten unterbrechen
Es waren Familien mit Kindern, Studenten, Touristen, Politiker, Künstler. Berliner aus allen Ecken der Stadt. 6000 Menschen demonstrierten gestern an der weltberühmten East Side Gallery gegen einen Teil-Abriss. 6000-mal Nein! Jetzt will der Investor die Arbeiten überraschend ruhen lassen.

Eine solche Protest-Welle hat Berlin lange nicht erlebt! Tausende Menschen folgten dem Aufruf der Initiative „East Side Gallery retten" und versammelten sich am Sonntag, um 14 Uhr, an der Mühlenstraße in Friedrichshain. An der Stelle, wo am Freitag ein Betonstück aus der Mauer-Galerie gerissen wurde. Demonstranten hissten ein Plakat mit der Aufschrift „Denk Mal", Künstler und Politiker forderten den Erhalt des längsten noch zusammenhängenden Mauerstücks (1,3 Kilometer).

„Ich verkrafte es nicht, dass dieses gebrochene Symbol beschädigt wird und nicht für kommende Generationen erhalten bleibt", sagte Grünen-Politiker Hans-Christian Ströbele. Der Bundestagsabgeordnete gab jedoch zu: „Auch ich habe mich lange nicht darum gekümmert."Für das Luxus-Hochhaus Living Levels, das zwischen Spree und East Side Gallery gebaut werden soll, liegt bereits seit Jahren eine Baugenehmigung vor.

Franz Schulz (Grüne), Bezirksbürgermeister von Friedrichshain-Kreuzberg und einer der politischen Verantwortlichen: „Ich bin erfreut über den Widerstand, der sich hier zeigt." Einige Demonstranten reagierten mit Pfiffen.Auch Schauspieler Ben Becker beteiligte sich an dem Protest. Er forderte dazu auf, die East Side Gallery zu bewachen.

Rund 200 Polizisten waren bis in den Abend im Einsatz, es blieb friedlich. „Wir haben den Regierenden Bürgermeister nach unserer heutigen Demonstration aufgefordert, dem geschichtsvergessenen Treiben Einhalt zu gebieten", so Roland Schulz von der DDR-Opferhilfe. Künstler Kani Alavi kündigte sogar an, sein Bundesverdienstkreuz zurückzugeben.

Investor Maik Uwe Hinkel hat mittlerweile Anzeige gegen den Betreiber des Sage-Clubs erstattet. Der hatte ihn in einer E-Mail mit „Heil Hinkel" angeschrieben.

Immerhin: Der Bauherr kündigte am Sontagabend einen Stopp der Abrissarbeiten an. „Wir haben den Kran abbestellt, werden vorerst keine weiteren Mauer-Segmente versetzen. Die Arbeiten auf unserem Baugrundstück gehen aber weiter", so Hinkel zur B.Z. Diese Entscheidung habe er nach einem Telefonat mit Klaus Wowereit gefällt, der ihn darum gebeten habe.

Vom Bezirk und Senat erwartet Hinkel jetzt eine Lösung. „Es gibt die Möglichkeit, dass der Bezirk uns enteignet und entschädigt. Das ist aber nicht unser Ziel", so der Investor. Denn 20 der 36 Wohnungen seien schon verkauft. „Statt mit mir zu sprechen, verbreitet Bürgermeister Schulz Lügen -- eine Frechheit", so Hinkel. In einer Online-Petition sprechen sich mittlerweile rund 55.000 Menschen für den Erhalt der East Side Gallery aus.Bereits am Freitag hatten mehrere Hundert Menschen gegen den Teilabriss protestiert. Die 1,3 Kilometer lange Galerie auf der ehemaligen Grenzmauer soll teilweise abgetragen werden, um Platz für den Bau von Luxuswohnungen zu schaffen. Die Abrissarbeiten sollen laut Investor dem „Living Bauhaus" am Montag fortgesetzt werden. Ebenso sollen die Demonstrationen gegen den Abriss am Montag morgen weitergehen.

Der Teilabriss stößt aber auf großen Widerstand. Bis Sonntagnachmittag hatten bereits mehr als 54.000 Menschen auf der Internet-Plattform change.org gegen den Abriss protestiert. Die Online-Petition war eine Woche zuvor gestartet worden. Zu den Unterzeichnern gehören auch zahlreiche Politiker wie der Berliner SPD-Vorsitzende Jan Stöß und der Grünen-Bundestagsabgeordnete Ströbele.

Der Teilabriss findet auch im Ausland große mediale Beachtung. Die BBC berichtete ebenso darüber wie die britische Tageszeitung "The Guardian" oder die "Los Angeles Times".

Der künstlerisch bemalte Betonwall wird in nahezu jedem Berlin-Reiseführer als historische Sehenswürdigkeit gewürdigt. Mehrere tausend Menschen kommen täglich an dem Mauerstück vorbei.

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