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Don Qvixote Readymade - Aleksander Gabrys

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Am 01.02.2008 veröffentlicht

contemporary music
11 world premieres about don quijote performed by jose navarro, aleksander gabrys and javier hagen
basel, gare du nord, 01/2008

KAPITEL VII - Von dem seltsamlichen Abenteuer, so dem mannhaften Don Quijote mit dem kühnen Spiegelritter begegnete.

Don Quijote zu sein -- ist der natürliche Zustand jedes Künstlers. Eingeladen von Jose Navarro(hier vielen Dank für das Vertrauen und Inspiration) zu der gemeinsamen Donquijoterie, habe ich als Ausgangspunkt Abenteuer von Don Quijote gewählt, die der Cervantes im zweiten Teil seines Meisterwerkes, im Kapitel 10 beschreibt . Es geht nämlich um den Triumph über den irdischen, gemeinen Abgesandten -- den Spiegelritter. Ich möchte nicht unbedingt direkt Geräusche des Duells wiedergeben, ich möchte eher in den Kopf unseres Helden und sein Alter Ego hineinschauen, um zu sehen und um zu hören, was da gescheht, was da spielt, klirrt, röchelt und knirscht, in dem glücklichen Moment, in dem die zukünftige Niederlage noch weit weg von ihm ist. Auch die Musik, die in dem Kopf des Rosinantes steckt, interessiert mich. Die Rolle des Rossinantes kann hier mein Kontrabass spielen. Das beste "Schlachtfeld", das diese alte Geschichte und ihre natürliche "Wiesen-Akustik" ein biβchen anders interpretieren lässt, ist für meine musisch -- paratheatrale Spiele bestimmt das Computerstudio, und dann die Konzertbühne mit vielen Kabeln, "magischen Augen", Bildschirmen, Digital-Wandlern, Ring-Modulator- Anlagen, "pitch-o-midi-converter" und ähnlichen Sachen. Im ritterlichen Zweikampf stehen hier : die echt törichte, weltfremde Phantasie und Idealismus gegen den groben Alltagstrott. Zwei fremde Welten widerspiegeln sich hier ineinander. Daher kommt "die Idee des Spiegels", als Prinzip, das die Konstruktion und Erzählungsweise ordnet. Ich möchte, dass sich in dem Futurum -- Spiegel ( sui generis musikalischer science fiction) das altrittertümliche Perfectum besieht, woran stolze und sehnsuchtvolle "romances, canciones und danzas" erinnern, die z.B. Miguel Querol in "La Musica en las Obras de Cervantes" (Madrid 1987) gesammelt hat. Ich habe schon einmal diese Noten gesehen und in meiner Phantasie gehört. Jetzt kommen sie zurück, überlegt und nicht zitiert, vielleicht ein biβchen polnisch eingefärbt, denn mein Land ist auch eine unendliche Donquijoterie. Sie sind jetzt durch elektronische Transformation verändert und unter dem herrischen Auge des Coputer-Demiurgs (Jose ?!) am Ruder. Wer weiss, ob es dem, in eine metaphysische Situation verwickelten Don Quijote, nicht leichter war, denn er kannte das Buch, in dem sein Schicksal
beschrieben worden war. In etwas schwierigerer , aber genauso faszinierender Situation befindet sich auch der Komponist, der genauso ungewöhnliches, aber auch verbindliches Abenteuer erlebt. Zu welchem Ausdruck bringt man heute die jahrhundertalte Donquijoterie, wie kann man dem Ritter mit dem traurigen Antlitz im Gefecht gewachsen sein? Vielleicht nur dann, wenn man sich mit ihm noch einmal am Rande musischer "terra incognita" identifiziert, wenn man das Instrument nimmt, und mit der Hardware und mit einer Lanze ausgerüstet, mit dem nach vorne gebeugtem Kopf und ...AVANTI !

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