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Don Qvixote Readymade - Isabel Klaus

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Am 01.02.2008 veröffentlicht

contemporary music
11 world premieres about don quijote
performed by jose navarro, aleksander gabrys and javier hagen
basel, gare du nord, 01/2008

KAPITEL IV - Welches von dem großartigen Abenteuer mit dem Helme Mambrins handelt und wie derselbige zur reichen Beute gewonnen ward, benebst anderem, was unserm unbesieglichen Ritter zustieß.

Musik über das 21. Kapitel des Don Quijote, welches von dem grossen Abenteuer mit dem Helme Mambrins handelt, und wie derselbige zur reichen Beute gewonnen wird, benebst anderem, was unserm unbesieglichen Ritter zustiess. In diesem Kapitel treffen Don Quijote und Sancho Panza auf einen Barbier, der, da es begonnen hatte, zu regnen, seine Barbierschüssel als Hut benutzt. Don Quijote jedoch sieht diese Barbierschüssel als goldenen Helm des Mambrins, von welchem er denkt, dass er ihm zusteht. Mit Gewalt kann er schliesslich den Helm in Besitz nehmen. An dieser Geschichte interessiert mich, dass aus etwas Einfachem, Alltäglichem, sogar Hässlichem aber Realem, etwas Wunderschönes aber illusorisch- Falsches wird. Dazu kommt auch der Aspekt des "Irreführens" und die Tatsache, nicht mehr Herr über seine eigenen Phantasien zu sein. Ich möchte die Mittel der Elektronik
in diesem Sinne verwenden. Die "realen" Instrumente auf der Bühne (Gitarre, Kontrabass, kleines Schlagzeug in Form von Blechdosen und anderen alltäglichen Metallgegenständen) drücken sich in geräuschhafter, "natürlicher" Weise aus, was auch durch Präparieren der beiden Saiteninstrumente geschieht. Die Klänge werden vorher aufgenommen und mittels DSP-Algorithms "veredelt". Im Stück tritt diese "Hochglanzmusik" auf Basis der Alltagsklänge in Konflikt mit der von der Bühne erklingenden Musik. So wird auch die Stimme, auf der Bühne einfach, narrativ und schlicht, mit ihrem illusorischen, elektronisch "veredelten" Gegenbild konfrontiert. Dieser Konflikt hat wiederum Einfluss auf die real erklingende Musik. Man könnte von einer "Illusionsrückkopplung" sprechen. Die Elektronik wird also nicht zum Verfremden von Klängen eingesetzt, sondern zum "Verschönern", was
natürlich seine (inspirierenden) Grenzen hat.

Isabel Klaus, geboren 1976 in Valencia (Spanien) erhielt bei Hansjürgen Wäldele Klavier-, Theorie-, Kompositions- und Oboenunterricht. Von 1996 bis 2001 studierte sie Oboe bei Omar Zoboli an der Musikhochschule Basel. Den seit 1998 begonnenen Kompositionsunterricht intensivierte sie von 2001 bis 2006 ebenfalls an der Musikhochschule
Basel mit einem Kompositions- und Theoriestudium bei Roland Moser, Detlev Müller-Siemens und Balz Trümpy. Sie erhielt wichtige Impulse im Rahmen diverser Kurse, u.a. bei Ernest Rombout (Kurs für Neue Musik «Impuls» in Graz), bei der Tagung für Improvisation in Luzern, bei einem dreiwöchigen Kompositionskurs bei Klaus Huber an der Musik-Akademie Basel mit dem Ensemble Phoenix Basel und bei den Darmstädter Ferienkursen. Seit 1999 hat Isabel Klaus ihren Lebensmittelpunkt in Basel, dazu gehört die Tätigkeit als Oboistin und seit 1997 jene als Komponistin. Zu ihren bisherigen Aufträgen zählt jener für die Musikschule Basel anlässlich des 20-jährigen Jubiläums des Kolpinghauses und ein Kompositionsauftrag für die 1. Kompositionswerkstatt im Gare du Nord Basel (Espace sonore -- wenn Räume sprechen könnten). Für die «Lange Nacht» in Bern 2007 schreibt sie ein Werk für das Mondrian Ensemble. Zur Zeit studiert Isabel Klaus im Rahmen eines Stipendiums der Zuger Kulturstiftung Landis&Gyr an der Royal Academy of Music in London.

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