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Religiöse Beschneidung — Hintergründe und Konsequenzen

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Published on Oct 12, 2012

Seitdem ein Kölner Gerichtsurteil im Juli dieses Jahres die religiöse Beschneidung an männlichen Minderjährigen als Körperverletzung wertete, tobt die sogenannte „Beschneidungsdebatte" äußerst emotional und kontrovers.
Jüdische und Muslimische Glaubensvertreter fühlen sich diskriminiert sowie in ihrer Religionsfreiheit eingeschränkt und bezichtigen Beschneidungskritiker des Antisemitismus, der Fremdenfeindlichkeit und der Religionsfeindlichkeit im Allgemeinen. Sie konstatieren, dass ohne dieses Ritual religiöses Leben nicht mehr möglich sei.
Die deutsche Bundesregierung bemüht sich um Ausgleich und hat nun für Herbst einen Gesetzesentwurf vorgelegt, der die Beschneidung an Minderjährigen auch ohne medizinische Indikation erlauben soll, sofern der Eingriff fachgerecht durchgeführt wird.
Bisher ist in den deutschen und österreichischen TV-Medien der Eindruck entstanden, dass innerhalb der religiösen Communities ein nahezu vollständiger Konsens zur Beschneidungsfrage herrscht, nämlich Pro dieser Tradition. Ebenso entstand der Anschein, dass die Betroffenen selbst ohnedies zufrieden sind mit ihrem Beschnitten-Sein und eigentlich nur diejenigen aufbegehren, die es gar nicht betrifft.
Doch stimmt das eigentlich? Gibt es wirklich so gut wie kaum Betroffene aus dem jüdischen und muslimischen Umfeld, die diese Tradition ablehnen und sich dagegen engagieren? Was sagt der aktuelle medizinische Wissensstand, was sagen Psychosoziale Fachkräfte zu den möglichen Folgen einer Zirkumzision? Warum sollten die Erziehungsrechte der Eltern oder das Recht der Gruppe auf Religionsausübung in dem Fall höher zu bewerten sein, als die Kinderrechte und der Kinderschutz?
Und was bedeutet „Religionsfreiheit" aus menschenrechtlicher Perspektive tatsächlich?
Um diesen und noch mehr Fragen auf den Grund zu gehen, diskutiert in der ersten Folge nach der Sommerpause Sabina Grömmer mit folgenden Gästen:

Dr, Jérôme Segal: Wissenschaftshistoriker und jüdischer Beschneidungsgegner, der bekennende Atheist und Humanist ist Mitglied der Israelitischen Kultusgemeinde und engagiert sich unter anderem gegen Antisemitismus und Rassismus.

DDr. Christian Kratzik: Urologe in eigener Praxis sowie Oberarzt am AKH Wien und in etlichen Privatspitälern tätig, er ist außerdem promovierter Jurist und führt Zirkumzisionen mit medizinischer Indikation durch.

Mag. Mario. R. Lackner: Der Dipl. Sexualpädagoge und Sexualberater ist in seiner Beratungspraxis mit Betroffenen und Eltern konfrontiert und kennt die Probleme, die manche mit der Beschneidung bzw ihren Folgen haben.

(Kontakt: Mag. M. R. Lackner, Lebensberatung und Coaching, auch zum Thema Beschneidung/Beratungsstudio DAS!ALLES der Traumsieberei OG, Josefstädter Str. 33/21, 1080 Wien, Tel. 0699/14002612, www.traumsieberei.at)

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