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  • Walpersberg - REIMAHG - Untertageanlage - Deckname Lachs

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    Das Stollensystem besteht aus mehreren Teilbereichen. Die beiden Sandgruben im Ost- und Westteil des Berges wurden Verbunden und um ein systematisches System ergänzt. Dazu sollten 4 Endmontagehallen als "Herzstück" der Anlage entstehen. Die Gänge sind durchschnittlich 4 m breit und 3,5 m hoch. Die Endmontagehallen haben eine Höhe von 5,5 m, eine Länge von ca. 100 m und eine Breite von 15 m. So passten ca. 4 Flugzeug (13,47 cm Spannweite) hintereinander in eine Montagehalle.
    Von der Halle sollten die Flugzeuge durch einen direkten Zugang zum Montagebunker "0" geschoben werden. Die 4 Hallen sollte ein Quergang verbinden. Von den geplanten Hallen sind jedoch nur 2 im fast fertigem Zustand und eine in der Anfangsphase entstanden. Die Rumpfmontage sollte nach der Fertigstellung des Systems in den alten Meltzerstollen geschehen. Hinzu kam eine "Stanzenhalle" im Ostteil des Berges in denen Flugzeugstanzen aufgestellt waren. Diese Halle war ca. 12 m hoch, 150 m lang und 8 m breit. Im Ostteil des Berges befand sich der einzig schon produzierende Teil. Die s.g. Stelle "0". Der Bereich der ehemaligen Porzellansandgruben der Porzellanwerke Kahla wurde torkretiert und ausgebaut. Werkstätten wurden eingerichtet und auch Verwaltungsstrukturen wurden aufgebaut.
    Die Arbeit im Stollensystem war die härteste. Der Staub der durch die Sprengungen in der Luft war führte zu Atemwegerkrankungen. Durch die harte Arbeit mit Hacke, Spitzhacke und Schaufel waren die Körperlichen Reserven der Zwangsarbeiter schnell am Ende. Vor allem das Beladen und Abladen der Grubenbahn war eine kraftraubende Akkordarbeit die wenige über längere Zeit überstanden. Selbst die Fahrt in die Stollen und zurück an die Tagesoberfläche war eine Gefahr. Die Zwangsarbeiter wurden mit den Lorenbahnen transportiert. Aufgrund der schlechten Gleise und engen Kurven geschahen viel e Unfälle bei denen teils lebensbedrohliche Verletzungen auftraten. Viele Menschen starben aufgrund der schlechten Bedingungen.

    Weitere Informationen zur Anlage auf unserer internetseite www.walpersberg.com Show less
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