Die Waschfrau Wolff, „Mutter Wolffen", ist fleißig, energisch, schlau, schlagfertig - und eine Gelegenheitsdiebin. Sie ist mit dem Pantoffelhelden Julius verheiratet und Mutter zweier halbwüchsiger Töchter. Aus Sorge um ihre Familie „maust" sie gelegentlich, aber nur dort, wo sie niemanden wesentlich ärmer macht. Zum Beispiel bei dem wohlhabenden Herrn Krüger, dem sie einen neuen Biberpelz stiehlt, um einen Teil der Schulden, die auf ihrem Haus lasten, loszuwerden. Den Diebstahl aufklären soll der bornierte Amtsvorsteher von Wehrhahn. Doch er kümmert sich nur der Form halber darum. Erstens hält er den Bestohlenen für einen königsfeindlichen Querulanten, und zweitens macht er lieber - unterstützt von Denunzianten - Jagd auf Liberale und Demokraten.
Die 1893 in Berlin uraufgeführte „Diebeskomödie", wie der Untertitel lautet, gehört zu den wenigen zeitlosen deutschen Charakterkomödien, obwohl sie als Zeitsatire konzipiert war.
Gerhart Hauptmann (1862-1946) besuchte nach der Realschule die Bildhauerklasse der Kunst- und Gewerbeschule in Breslau, studierte dann ein Semester lang Geschichte in Jena und ging für ein Jahr als Bildhauer nach Rom, bis er sich in Berlin niederließ. Dort wurde 1889 sein Drama „Vor Sonnenaufgang" uraufgeführt - ein Theaterskandal, mit dem die Bühnengeschichte des deutschen Naturalismus begann. Hauptmann wurde rasch international bekannt, seine Stücke wurden in Paris, New York, in Italien, Polen und Russland aufgeführt. 1912 erhielt er den Literatur-Nobelpreis.
Mit Therese Giehse, Otto Wernicke, Eva Ingeborg Scholz, Anne Marie Werneke, Kurt Horwitz u. a.
Bearbeitung: Walter Netzsch
Regie: Walter Ohm
Produktion: BR 1958/104' mono
Quelle: www.wdr3.de
hey musn referat übern biberpelz machen finde aber keine verfilmungen-
kennt ihr welche??
woodi004 1 week ago
Danach habe ich schon soooo lange gesucht. Recht herzlichen Dank fuers runderladen.
zazamaus4u 2 weeks ago