Die Arbeit Poesie zeigt eine alte Frau, die in ihrer häuslichen Umgebung Texte aus einem Poesiealbum liest, das aus der Zeit ihrer Jugend stammt. Wie ähnlich klingen die Sprüche in diesem kleinen intimen Buch, vergleichbar dem Inhalt des eigenen kleinen Büchleins, das wohl viele in ihrer Jugend besessen haben -- und doch, wie sehr hört man das Gelesene auf dem geschichtlichen Hintergrund. Es sind die kleinen Worte, die plötzlich auftauchen, obwohl sie nicht zwangsläufig da hin gehören: „Auf Wiedersehen" -- oder aber eine Leerstelle wo sonst steht: „zur freundlichen Erinnerung". Kleine Unterschiede in ritualisierten Satzformeln werden zu Stolpersteinen.
Mehr zur Arbeit von Christine Berndt unter: http://fraktalwerk.wordpress.com/2011/11/21/poesie-in-alter-schrift/
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