"Täglich strömen Millionen von Menschen durch Deutschlands Großstädte, durch MP3-Player abgeschottet vor sich selbst und anderen. Gespräche, Geschichten, Alltagsklänge prallen ab an unseren Kopfhörern. So lange, bis wir jedes Gefühl für unsere Umwelt und uns selbst verlieren zu scheinen..."
Erster experimenteller, von 2wenty5ive realisierter, Low-Budget Kurzfilm.
Darsteller
Junger Mann - Mario Bergmann (http://quickanddirty-neukoelln.blogspot.com)
Kamera: Dennis "dh" Heiden (25)
Score: Seidun Saleh (25)
Technik: Cine Impuls Berlin (www.cine-impuls.de)
(c)2010 2wenty5ive
www.2wenty5ive.com
@mobrye Vielen Dank für dein Feedback. Ich werde die angesprochenen Dinge bei einem kommenden Projekt dann noch mehr beachten! ;)
capzombie 4 months ago
@capzombie
4
Aber was mir fehlt ist weniger eine Handlung o.ä. sondern eher ein atmosphärischer Zugang. Leider ist meine Internetverbindung gerade zu schlecht, um mir das Video nochmal anzuschauen, darum kann ich nur vage bleiben.. aber mir wäre ohne den Text und das betonte Ende der Batterienkapazität nicht klar, dass es um die Kopfhörer geht. Es könnte auch die Momentaufnahme eines jungen Mannes in einer melancholischen/depressiven Phase sein, der zu Beginn einfach zufällig Musik hört.
mobrye 4 months ago
@capzombie
3 ...seiner abgeschotteten Musikwelt ist. Dann öffnet sich ihm durch das Verstummen der Musik das Tor zur Außenwelt, die mit all ihren Sinneseindrücken über ihm hereinbricht (vielleicht mit Tendenz zur Reizüberflutung aber letztlich auch befreiend?).
Bzw. erwarte ich vllt auch einfach mehr Nähe zum Protagonisten, weil dieses Szenario dann deutlicher wird, ich weiß nicht.
Natürlich besteht bei einem solchen Thema die Gefahr, plakativ zu werden, in Klischees zu verfallen.
mobrye 4 months ago
@capzombie
2
Dieser Effekt ist mir tatsächlich auch beim Schauen aufgefallen, er für mich aber eher den Protagonisten entfremdet als aus dessen Perspektive die Umgebung.
Das trifft für mich den Aspekt, dass man sich durch die Kopfhörer gewissermaßen aus der Gesellschaft rausnimmt und kommunikativ abschottet. Aber aus Perspektive der "Gesellschaft". Ich weiß wirklcih nicht, wie sehr es am Text liegt.. aber mein Eindruck ist der, dass der Zuschauer an dem jungen Man dran sein soll, der erst in...
mobrye 4 months ago
@capzombie
1
Ich muss zugeben, dass ich den Film mehr oder weniger "nur" angesehen habe; mein Kommentar war entsprechend bloß so ein spontanes Feedback. Auch dieser, gewissermaßen. Ich möchte keine Kritik im eigentlichen Sinne üben, nur die Eindrücke skizzieren, die diese Arbeit bei mir hinterlässt.
Wenn man sich näher mit dem Video beschäftigt und intensiver nach Interpretationsansätzen sucht, ist der Film sicher sehr ergiebig in Punkten wie z.B. dem Blur-Effekt.
mobrye 4 months ago
@mobrye
Teil 2:
Im Laufe des Films fängt er an sich diversen Eindrücken zu widmen, er nimmt BEWUSST etwas war. -> kein Blur (z.B. ist das Glockenspiel auch so eine Sache, wo der Zuschauer kein Bild sieht, also sich bewusst dem Klang widmen muss.)
Im Raum der Stille löst sich der Protagonist von den Eindrücken der Außenwelt und widmet sich selbst, hört also in SICH hinein.
Eigentlich fehlt am Ende eine Konfrontation mit einer weiteren Person mit Kopfhörer, um die Erkenntnis zu verdeutlichen.
capzombie 5 months ago
@mobrye
Teil 1:
Ich denke, dass der Film allgemein nicht so einfach zugänglich ist, zu min. was ich bis jetzt von anderen Leute im Gespräch mitbekommen habe.
Im Grunde wird die Barriere des "Hören" durch den Blur / Verwischen seines Gesichtes dargestellt.
Am Anfang ist sein Gesicht nicht verwischt, weil er sich auf etwas "konzentriert". Er hört Musik, nimmt also im Grunde nur diese war. Nachdem er aber keine Musik mehr hören kann, ist es schwierig die Eindrücke zu filtern.
capzombie 5 months ago
Grundidee (die ich nach der Beschreibung reininterpretieren würde) und Kameraführung finde ich eigentlich ganz spannend. Viele bilder lassen sich gut auch länger anschauen.
Der Protagonist bleibt fremd, neutral gemeint. Irgendwie habe ich aber die ganze Zeit auf etwas gewartet. Konnte das Video gut sehen, vermisse aber inhaltliche oder atmosphärische Spannung. Vllt bin ich durch die Beschreibung zu fixiert, aber irgendwie hat mir so das Moment gefehlt, das die Kopfhörerbarriere thematisiert.
mobrye 5 months ago
I love the way it starts this is fire !!!
stanzanyc 6 months ago