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[WIEN] Demoparade - Süßes sonst gibt's Saures! 31.10.2011

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Uploaded by on Oct 20, 2011

more infos here -- http://31oktober.antifanet.at/

"um 7uhr aufstehen? 8 Std Arbeit? ständige Angst vor Existenzverlust, Kontrolle, Bewertung? Frustsaufen, Exzesspartys und schlechtes Gewissen? Dann noch Nazi-Demos & Bullenstress?... Wir haben diesen Alltag SO SATT. Raus zur Demoparade gegen den Horror des Kapitalismus und für die Befreite Gesellschaft! Dem Grauen des Alltags ein Ende bereiten!"

Angst ist niemandem von uns fremd. Zwar muss man heute nicht mehr vor wilden Tieren flüchten, trotzdem sieht man sich im kapitalistischen Alltag mit der immernoch realen Angst ums Überleben konfrontiert. Die Ursache hat sich allerdings verschoben. Immer haben wir den Gedanken im Hinterkopf, dass eine schlechte Bewertung in Schule oder Beruf zur Gefährdung unserer Existenzgrundlage führt. Der Verlust des Arbeitsplatzes oder die bewusste Verweigerung von Lohnarbeit führt häufig zum unfreiwilligen Ausschluss aus der Gesellschaft. Sozialchauvinismus, das nach unten Treten, oder rassistischer Ausschluss ist in dieser Gesellschaftsform immer eingeschrieben. Keine große Überraschung also, dass bei solchen Horrorszenarien unser Leben ständig von Angst geprägt ist. Wer keinen glänzenden Abschluss vorweisen kann, braucht auch nicht glauben eine halbwegs erträgliche Arbeit oder überhaupt irgendeine zu finden.

Vor Lauter Angst nicht genügend Leistung erbringen zu können, unterdrücken wir ständig Bedürfnisse und nehmen uns selbst - für die optimierung unserer Arbeitskraft - zurück. Um nicht irgendwann komplett durchzudrehen, gehn wir am Wochenende auf Partys. Partys sind im Kapitalismus aber meistens nur ein Ventil - um die restliche Zeit über, mit sich selbst und der ganzen Scheiße um sich herum, klar zu kommen. Drogengebrauch ist nicht notwendigerweise subversiv und der Rausch nicht das „ganz Andere" des kapitalistischen Alltags, sondern viel zu oft seine Stütze und Verlängerung. Glück und befreite Sinnlichkeit lassen sich nicht mit Substanzen gewinnen, sondern nur mit dem Kampf um gesellschaftliche Emanzipation.

Wir haben die kapitalistischen Verhältnisse satt! Wir wollen nicht nur Party machen um unsere Ängste für einen Moment lang zu vergessen. Wir wollen das schöne Leben für alle! Ohne Stress, Lohnarbeit und Konkurrenz! Gegen den Horror des Kapitalismus! Für die befreite Gesellschaft!

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Top Comments

  • @ViennaSoftcore ohne arbeit? gemeint ist wohl: ohne LOHNarbeit. notwendige arbeit wird es immer geben, allerdings sollte man sie vernünftig und bedürfnisorientiert kollektiv abwickeln.

  • Bin dabei!

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All Comments (11)

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  • Und dann verbieten die Canabis. "da es eine EINSTIEGSDROGE ist".

  • "Um nicht irgendwann komplett durchzudrehen, gehn wir am Wochenende auf Partys. Partys sind im Kapitalismus aber meistens nur ein Ventil - um die restliche Zeit über, mit sich selbst und der ganzen Scheiße um sich herum, klar zu kommen."

    GEIL und damit macht Ihr Werbung für Eure Party.

    X-))))))))))))))

  • @ShadownetKiller Wir selbst bestimmen, in was für einer Welt wir leben und leben wollen. Solange wir aber glauben, dass es gar nicht anders geht als so wie jetzt, werden wir nie etwas verändern. Solange wir nicht von der tatsächlichen Möglichkeit der Utopie überzeugt sind, bleibt sie auch – nur eine Utopie. Je mehr wir glauben, dass eine befreite Gesellschaft unmöglich ist, umso mehr wird sie unerreichbar sein. Und je weiter sie entfernt scheint, desto energischer gilt es, für sie einzutreten.

  • @ShadownetKiller

    und was ist mit marx? sind das keine ansätze? als utopie wirkt das ganz nur weil wir in der reellen gegenwart feststecken in der die existenz über kapitalistische bedinungen definiert wird. aber da sich die gesellschaft, das system und somit auch die realität ändern kann ist auch die utopie eine (mögliche) realität.

    achja alles was ein vorgestelltes i hat ist ischeiße :(

  • @ShadownetKiller fortsetzung: konkreter: wer geld hat, kann es als kapital investieren - und andere für die vermehrung seines reichtums arbeiten lassen. das klingt nach einer win-win-situation (der eine vergibt einen arbeitsplatz, der andere kriegt einen), ist aber in wahrheit ein gegensatz: denn lohnkosten sind immer ein abzug vom gewinn, so dass investorInnen diese zu senken trachten; während die arbeitenden auf lohn angewiesen sind. ihnen wird vom kapital aber die existenz bestrtitten.

  • @ShadownetKiller für wen oder was ist die arbeit, die heute verrichtet wird, notwendig? ich meine, viel arbeit, die zur versorgung der menschen notwendig wäre, wird heute nicht verrichtet, weil es kein GELD bring, also keinen profit; wohingegen viel nonsensearbeit verrichtet wird, nur weil sie geld bringt.

    kurzum: im hier und heute wird nur dann gearbeitet, wenn sich damit geld vermehren lässt.

  • @ShadownetKiller

    "die Arbeit die wir verrichten ist notwendig in unserer Gesellschaft"

    Du sagst es! Deswegen wollen wir ja auch eine andere Form der Gesellschaft, eine, die nicht auf Arbeit basiert, vereinfacht gesagt.

  • und wie wollt ihr das erreichen?

    wir werden nicht grundlos zur Arbeit geschickt

    die Arbeit die wir verrichten ist notwendig in unserer Gesellschaft, sonst gäbe es sie nicht

    alles baut auf dem anderen auf! und das System das sich entwickelt hat, hat auch seinen Sinn! wovon würdet ihr euch eure iPods und iPhones kaufen, wenn ihr für den Aufwand EINES Produktes denselben an ARBEIT aufbringen müsstet

    tja, Utopien versprechen ist leicht, aber richtige Ansätze erarbeiten und präsentieren macht keiner

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