Im Werdenfels beginnt, nicht wie allgemein üblich am 11.11. um 11 Uhr 11 eines Jahres die närrische Zeit, sondern am ersten Sonntag nach Hl. Dreikönig und dauert bis zum Faschingsdienstag um Mitternacht. Von Hl. Dreikönig ist es erlaubt, sich je nach Brauch der einzelnen Orte mit Holzlarven zu zeigen. Der Ursprung dieser närrischen Ausgelassenheit liegt in einem alten heidnischen Brauch. Unsere Urahnen wollten mit Lärm und grotesken Masken den Winter und die bösen Geister aus ihren Orten treiben. Bei der Vielzahl der sicherlich damals vorhandenen Bräuche, haben sich einige bis ins 20. Jahrhundert erhalten. Einige davon kann man jedes Jahr in der Werdenfelser Fosanacht bewundern. Um nicht erkannt zu werden - das ist das wesentliche beim Maschkeragehen - tauschen die Besitzer oftmals ihre Larven untereinander aus. Alteingesessene Geschlechter haben bis zu 25 Stück sorgsam versteckt in einer verschlossenen Truhe verwahrt. Außerdem geht ein echter Maschkera meist im alten, wohl gepflegten "Trachten- oder Arbeitsgwand" der Vorfahren.
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