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"HanseBelt" beim ALSTER BUSINESS CLUB

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Uploaded by on Aug 7, 2009

Bernd Jorkisch von der IHK zu Lübeck machte zwar keine Versprechen, präsentierte aber seine Visionen, wie es wirtschaftlich in Schleswig-Holsetin vorangehen soll. Dazu brachte Jorkisch mehrere Wirtschaftsunternehmen an einen Tisch, um auf ein Ziel hinzuarbeiten.

Bernd Jorkisch: "Das Endziel ist, dass wir zur erfolgreichsten Region in Deutschland werden. Das Zwischenziel ist, dass wir einen Regionsbildungsprozess initiieren, dass wir unsere Kräfte bündeln, dass wir die einzelnen vorhandenen Stärken in eine Richtung bringen, und als Einheit begreifen, um im internationalen Wettbewerb der Region vorne an sein zu können."

Hansebelt nennt sich der Initiativkreis. Er bezieht sich auf die Regionen zwischen Hamburg, Fehmarn und Wismar. Hier gäne es zwar viele individuelle Unternehmen, die aber nicht an einem Strang zögen.

Frau Dr. Sabine Hackenjos: "Hansebelt ist für uns eine Initiative, die wir zur Stärkung des Standortes von Fehmarn bis Hamburg ins Leben gerufen haben. Es ist eine Wirtschaftsinitiative. Dort vereinen sich 25 namenhafte Unternehmen aus der Region. Diese bündeln ihre Kräfte, um den Standort zu stärken für mehr Wachstum, für mehr Beschäftigung."

Jens Kahlsdorf: "Es sind namhafte Firmen, nicht unbedingt die größten, aber durchaus erwähnenswert - Niederegger, die Drägerwerke, Jungheinrich. Also durchaus ein sehr illustrer Kreis, der jeweils auch über ein internationales Cluster verfügt."

Im Netzwerk Hansebelt tauschen sich die Geschäftsführer der Unternehmen persönlich untereinander aus und wollen sich gegenseitig helfen. Das sogenannte "Kirchturmdenken", dass sich nur auf den lokalen Standort bezieht, müsse aus den Köpfen der Menschen verschwinden, sagte Jorkisch. Viele Unternehmen handeln zwar weltweit, denken aber nicht regional.

Jens Kahlsdorf: "Da macht es heute einfach keinen Sinn, wenn einzelne Kreise anfangen gegeneinander in Konkurrenz zu treten. Dort muß man global denken. d. h. der Japaner, der sieht nicht den Kreis Segeberg, sondern er sieht die Metropolregion Hamburg. Und da macht es durchaus Sinn, es zu schaffen, dass man innerhalb Europas für die Region einen interessanten Standort bieten kann."

Bernd Jorkisch: " Und die Globalisierung fragt uns nicht, ob sie willkommen ist oder gar, ob die Menschen sie mögen. Wir müssen unsere Rahmenbedingungen anpassen und eine Hauptrahmenbedingung ist es natürlich die Kräfte zu bündeln, sich als Region zu begreifen, unterschiedliche einzelne Stärken zu bündeln und diese dann entsprechend international an den Markt unterzubringen und so sich Wettbewerbsvorteile herauszuarbeiten."

In den drei Häfen Hamburg, Lübeck und Wismar sieht Jorkisch das große Potential der Region. Dazu wird die Autobahn 1 durch die Fehmarnbeltbrücke für Inverstoren noch attraktiver. Jorkisch verweist aber auf drei wesentliche Punkte, die in Zukunft beachtet werden müssen.

Bernd Jorkisch: "Es bedarf dessen, dass wir uns in der Region um Talente kümmern, also Hochqualifizierte hierher holen und ihnen ein attraktives Umfeld bieten. Es geht darum, um Toleranz auch in Richtung Minderheiten zu üben, und es geht ums dritte T, den Bereich der Technologie, da geht es um Forschung und Wissenschaft. Auch das ist eine ganz große Überschrift, um im Wettbewerb vorne zu sein."

Nach der Präsentation wurde diskutiert. Hier fanden sich auch einige, die die Pläne des IHK-Präses skeptisch betrachteten.

Frank-Oliver Paschen, Jurist: "Hansebelt-Region hört sich erst mal sehr gut an. Wenn ich aber höre, dass Schwerpunkt auch der Tourismus sein soll, das übergreifende Zusammenarbeiten der Kreise, dann frage ich mich: wie ist der Kreis Ost-Holstein berücksichtigt? Ich weiß, dass auf Fehmarn selbst dieses Projekt recht kritisch gesehen wird. Der Brücken schlag da wird eigentlich mit Vernichtung von Arbeitsplätzen in Zusammenhang gebracht. Wie auch immer das zu sehen ist, aber ich denke, dass man auch da ganz wichtige Interessen sieht, die zu berücksichtigen wären."

Ideen für die Zukunft des Landes, also nun liegt es an den Unternehmen, die Vision umzusetzen.

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