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Zur Mitte des 19. Jahrhunderts verließ der junge Mediziner Dr. Christopher Rawson Penfold England in Richtung Australien. In seiner Ausrüstung befanden sich auch Rebstöcke, denn er glaubte an die gesundheitsfördernde Wirkung von Rotwein für seine Patienten. Die ersten Reben pflanzte er 1844 in Magill bei Adelaide. Seine Weine waren im Stil von Portweinen gehalten: reichhaltig, schwer und süß. Sie erfreuten sich schon bald reger Nachfrage - bereits 1881 betrug die bewirtschaftete Fläche 50 Hektar. Penfolds Aufstieg an die internationale Spitze Gut hundert Jahre später war das Weingut über 80 ha groß und vom Familienbetrieb zu einer Gesellschaft gewachsen. Max Schubert, der damals kreativste und visionärste Kellermeister der südlichen Hemisphäre, sollte dem gesamten australischen Weinbau ein neues Gesicht verleihen. Zu Beginn der 1950er Jahre bereiste er Europa, wo ihn die Rotweine an der Rhône und in Bordeaux am meisten faszinierten. Von dieser Tour brachte er die Vision mit, in Australien Weine zu keltern, die großen europäischen Weinen in Komplexität und Langlebigkeit ebenbürtig sind. In der Folge schuf er die Weine, die Penfolds in aller Welt berühmt machen sollten. Der Grange und die BIN-Serie bewiesen, dass es möglich ist, auf australischem Terroir absolute Spitzengewächse zu produzieren.
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