Elektrofahrrad Kalkhoff Pro Connect S SelMckenzie Selzer-McKenzie

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Uploaded by on Mar 30, 2010

Elektrofahrrad Kalkhoff Pro Connect S SelMckenzie Selzer-McKenzie
Author D.Selzer-Mckenzie
Video:
Es fühlt sich gespenstisch an, dieses Rad." Fast ein wenig neidisch muss einge¬standen werden: Dieser viel belachte, so dramatisch nach Abenteuer klingende Satz, als ob es sich beim Fahren des Elek¬trorads Kalkhoff Pro Connect S um das Reiten eines wilden Tiers handele, ist je¬mand beim bekannten Hamburger Nach-richtenmagazin eingefallen. Sachlich liegt das Urteil, wenn es denn eines ist und nicht nur Stimmungsmache, voll daneben. Das Pro Connect S hat nichts Gespensti¬sches, es ist ein rundherum solides Stück Fahrradtechnik auf der Höhe der Zeit. Ge¬legentlich zum Fürchten sind allenfalls die Bedingungen, unter denen solch ein Elek¬trofahrrad der „schnellen", der „Schwei¬zer" oder schlicht der „S"-Klasse bewegt werden muss (siehe Artikel unten).
Mit elektrischer Tretunterstützung, die erst jenseits von 40 km/h abgeregelt wird, und einer Schiebehilfe, die auf Hebel¬druck am Lenker bis zu 20 km/h ohne Tre¬ten ermöglicht, ist das Pro Connect S kein zulassungsfreies Fahrrad, sondern, wie es früher hieß, ein Leicht-Mofa. Daher trägt es ein Versicherungskennzeichen für rund 70 Euro jährlich, hat einen großen Rück-spiegel und verlangt einen Fahrer, der min-destens die Fahrerlaubnis für ein Mofa hat, mithin auch das entsprechende Min¬destalter (15 Jahre). Seiner alltäglichen Er¬scheinung nach ist dieses „Lle" mit 0,3¬kW-Motor, wie es konfnrm mit EU-Recht einzuordnen ist, aber doch ein Fahrrad. So regt sich niemand über die Widersinnig¬keit auf, wenn ein Lel-Pilot keinen Helm trägt, was er auch nicht muss. Allenfalls der Lenker eines zum Batmobil aufgespoi¬lerten älteren A4 gerät aus dem Häus¬chen, wenn es ihm nicht gelingt, dieses Fahrrad in der City zu überholen, weil der Verkehrsfluss sich gerade in dem durch¬schnittlichen Tempo um 35 bis 40 km/h be¬wegt, bei dem ein geübter Radler mit dem Pro Connect S mühelos und kilometer¬lang mithalten kann.
Auch die Wendigkeit ist die eines Fahr¬rads, noch einmal um eine Handspanne links und rechts schmaler als ein 50er-Mo¬torroller: Da lassen sich engste Lücken nutzen. Und knackig mit den Magura HS33 Evo2 hydraulisch zum Stehen ge¬kommen, verwandelt sich der schnelle Elektroradler — wie jeder andere Radfah

rer auch — in einen sein Fahrzeug schieben¬den Fußgänger. So wie mit diesem Leicht- Mofa kann man das selbst mit dem leich-testen Scooter nicht.
Und damit gleich zum heißesten Thema rund ums Elektrorad, der Reichweite: 40 ehrliche Kilometer mit Licht waren unter vernünftiger Nutzung des Energievorrats eines frisch vollgeladenen Akkus auf der Hausstrecke drin. Dabei hatte der 74 Kilo-gramm wiegende Fahrer 15 Kilogramm Gepäck dabei und auf einer Distanz von 36,5 Kilometer 209 Höhenmeter mit maxi¬mal neun Prozent Steigung zu überwin¬den. Die Durchschnittsgeschwindigkeit be¬trug von Haustür zu Haustür 27,6 km/h, was angesichts von Stadtverkehr auf über einem Drittel der Strecke mit zahlreichen Ampelstopps ein mehr als zufriedenstel¬lender Wert war. Ungefähr alle zehn Kilo¬meter verschwand eins der fünf Balkenseg

mente der Batterieanzeige. Die Angabe „mit Licht" bedeutet: Sind die letzten zehn Prozent des 26V/10Ah-Lithium-Ionen-Ak¬kus angeknabbert, verabschiedet sich der Motor, aber das — vorzügliche — Fahrlicht (von Busch und Müller, leider kein Front- Standlicht) bleibt einem erhalten. „Ver¬nünftige Nutzung des Energievorrats" meint: den in den Kettenlauf zur Neun¬gang-Kettenschaltung (Shimano Deore XT) eingreifenden Panasonic-Mittelmo¬tor nicht fortwährend am Limit zu for¬dern, sondern nach Einschalten des mittle¬ren von drei Unterstützungsleveln auf möglichst gleichbleibende Belastung zu achten.
Damit ist das rund 3000 Euro kostende Kalkhoff nach 518,3 Kilometer auf dem Streckenmesser erst im Ansatz beschrie¬ben. Es bleibt — sehr gern — in weiterer Er¬probung

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Autos & Vehicles

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  • Hört sich nach einem Text lese Programm an.

  • hält man ja nicht aus das gelaber

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