Seit Schillers Neuerfindung der »Schaubühne als moralische Anstalt« ist die Liebe zum ewigen Anlass von Geschichte und Geschichten auf dem Theater geworden. Jede junge Generation glaubt, dass Gefühle stärker seien als böse Väter und intrigante Gesellschaften und dass sie sogar dem Tod trotzen könnten. In »Kabale und Liebe« liebt Ferdinand (Stefan Stern), ein Sohn aus gutem Hause, Luise (Lea Draeger), ein armes Bürgermädchen. Damit ist die Provokation in der Welt. Luises Eltern (Steffi Kühnert, Kay Bartholomäus Schulze) machen sich Sorgen und Ferdinands mächtiger Vater (Jörg Hartmann) greift zu jedem Mittel, um diese Gefühlsgefahr auszurotten. Die Kabale entfaltet sich und einzig Lady Milford, die Kurtisane des Herzogs (Judith Rosmair), die ebenfalls für Ferdinand entflammt ist, geht aus ihr geläutert und erhobenen Hauptes hervor.
Premiere war am 2. Dezember 2008
Regie: Falk Richter
Videoclip von Carsten Woike
Ich habe es in Ingolstadt gesehen, vorgestern. Das waren ganz andere Schauspieler bis auf 2
DogMowl 1 year ago